Home  »  ergoscience  »  Fachartikel
Titel     Erscheinungsdatum 
« zurück    
Plädoyer für einen „Critical Turn“ in der Occupational Science: Bisherige Beiträge und zukünftiges Potenzial - ergoscience 2019, 14(2): 68-75
Plädoyer für einen „Critical Turn“ in der Occupational Science: Bisherige Beiträge und zukünftiges Potenzial - ergoscience 2019, 14(2): 68-75
Debbie Laliberte Rudman
Dieser Artikel beruht auf einem Eröffnungsvortrag im Rahmen der Occupational Science Europe-Konferenz 2017 in Hildesheim. Er beschreibt die Entwicklung und die bisher vorliegenden Beiträge der Kritischen Occupational Science (Critical Occupational Science). Darüber hinaus zeigt er zukunftsorientierte Strategien und Richtungen auf, um eine transformative, das heißt eine auf den gesellschaftlichen Wandel abzielende Agenda zu erstellen, die sich in dem Kontinuum von Forschung und Handlung (research and action) mit Betätigungsungerechtigkeiten befasst. Bereits heute hat der kritische Ansatz in der Occupational Science den Möglichkeitsrahmen dafür ausgeweitet, wie über Betätigung gedacht und geforscht werden kann, und einen produktiven Raum geschaffen, in dem die soziopolitische Produktion unterschiedlicher Formen von Betätigungsungerechtigkeit besser verstanden werden kann. Um der zunehmenden Forderung nachzukommen, die soziale Transformation durch Forschung und Wissenschaft in der Occupational Science in die Tat umzusetzen, werden hier zentrale Strategien und Orientierungslinien für diese Transformation vorgeschlagen. Diese zielen darauf ab, kritische Wachheit zu fördern, dualistisches Denken zu hinterfragen, Wunschbilder einer wertfreien Forschung zu dekonstruieren, moralische und politische Standpunkte zu formulieren sowie dominante Strukturen und Denkweisen hinter sich zu lassen.
Mit welchen Betätigungen verbringen Jugendliche ihre Zeit? Analyse von Time-Use-Tagebüchern mit Fokus auf individueller Freizeitgestaltung Jugendlicher im Alter von 16 und 17 Jahren - ergoscience 2019, 14(2): 46-55
Mit welchen Betätigungen verbringen Jugendliche ihre Zeit? Analyse von Time-Use-Tagebüchern mit Fokus auf individueller Freizeitgestaltung Jugendlicher im Alter von 16 und 17 Jahren - ergoscience 2019, 14(2): 46-55
Claudia Wiesinger, Renate Ruckser-Scherb
Die individuelle Zeitverwendung von Jugendlichen wirkt sich wesentlich auf eine gesunde Entwicklung von Körper und Psyche aus. Besteht kein Gleichgewicht der Aktivitäten in den Lebensbereichen, können gesundheitliche Einbußen die Folge sein. Die Gestaltung der Freizeit und die Wahl der darin stattfindenden Aktivitäten nimmt Einfluss auf das Befinden der Jugendlichen. Eine Möglichkeit, Einblick in das Leben Jugendlicher zu erhalten, stellt die Methode der Time-Use-Tagebuchanalyse dar.
Memorandum: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Ergotherapiewissenschaft (DGEW) – Ausgangslage, Handlungsbedarf und Strategien - ergoscience 2019, 14(2): 76-79
Memorandum: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Ergotherapiewissenschaft (DGEW) – Ausgangslage, Handlungsbedarf und Strategien - ergoscience 2019, 14(2): 76-79
Christian Müller, Werner Höhl, Michaela Breckenfelder, Kathrin Schwank, Claudio Thunsdorff, Silke Dennhardt, Elke Kraus, Ulrike Marotzki, Katharina Röse, Sabine Vinçon, Bettina Weber, Renée Oltman, Philipp Eschenbeck, Jutta Berding, Sebastian Voigt-Radloff
Das vorliegende Memorandum beschreibt die Ausgangslage, Ziele, Strategien und Perspektiven der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Ergotherapiewissenschaft (DGEW). Der Entstehungsprozess zur Gründung der Fachgesellschaft wird dargestellt und es wird beschrieben, welche Motive die Akteur/-innen bewegten, die wissenschaftliche Institutionalisierung des eigenen Fachgebiets voranzutreiben. Zudem wird aufgezeigt, welchen Beitrag die DGEW für den Aufbau von Forschungsstrukturen, -vernetzung und -förderung in Deutschland leisten kann. Die Gründung der Fachgesellschaft beruht auf den Bestrebungen von Wissenschaftlern/-innen der Ergotherapie, sich zu organisieren, um gemeinsame wissenschafts- und forschungspolitische Interessen durch legitimierte Sprecher gegenüber der Gesundheitspolitik, Praxis und Gesellschaft zu vertreten und durch den institutionellen Rahmen eine Plattform für den innerwissenschaftlichen Diskurs von Wissenschaftlern/-innen aus Forschung, akademischer Lehre und Praxis zu schaffen.
Implementierung eines Bachelors Interprofessionelle Gesundheitsversorgung- Online an der Alice Salomon Hochschule Berlin – Eine bedarfsgerechte zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung erfordert neue Studieninhalte und -bedingungen - ergoscience 2019, 14(2): 80-81
Implementierung eines Bachelors Interprofessionelle Gesundheitsversorgung- Online an der Alice Salomon Hochschule Berlin – Eine bedarfsgerechte zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung erfordert neue Studieninhalte und -bedingungen - ergoscience 2019, 14(2): 80-81
Elke Kraus, Christine Blümke, Eva-Maria Beck, Wibke Hollweg, Linda Geppers, Theda Borde
Nicht nur stellen die Anforderungen der zukünftigen Gesundheitsversorgung aufgrund der alternden und zunehmend multimorbiden sowie auch multikulturellen Gesellschaft die Ausbildung der Gesundheitsfachberufe vor eine große Herausforderung, auch die akademische Nachqualifizierung von TherapeutInnen und Pflegekräften in Deutschland erfordert besondere Maßnahmen. Viele der Studierenden haben bereits selbst Familie, sind beruflich tätig und wohnen fern von Hochschulen. Ein interprofessioneller online-gestützter Bachelor- Studiengang kann diesen multiplen Herausforderungen effektiv begegnen. An der Alice Salomon Hochschule wird der Studiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ entwickelt. Erste Evaluationsergebnisse des blended-learning-Curriculums verweisen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Lerninhalte und didaktischen Methoden.
Entwicklung einer ergotherapeutischen Intervention für Erwachsene mit einer diagnostizierten psychotischen Störung nach Entlassung aus dem Krankenhaus - ergoscience 2019, 14(2): 84-85
Entwicklung einer ergotherapeutischen Intervention für Erwachsene mit einer diagnostizierten psychotischen Störung nach Entlassung aus dem Krankenhaus - ergoscience 2019, 14(2): 84-85
Eva Hadzi Hasi
Was ist das Problem und was ist bisher darüber bekannt? In Großbritannien liegt die geschätzte Prävalenz von psychotischen Störungen bei 0,7% (McManus et al., 2016). Schizophrenie ist häufig verbunden mit höherer Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, sozialer Isolation (Killaspy et al., 2014) und hohen Behandlungs- und Folgekosten. Etwa 42.000 Menschen mit einer diagnostizierten psychotischen Störung werden jedes Jahr in England durchschnittlich für 38 Tage stationär aufgenommen und behandelt (NHS digital, 2016). Nach der Entlassung aus einem Akutkrankenhaus erleben sie häufig Probleme in der Selbstversorgung, finanzielle Schwierigkeiten, Beziehungsprobleme und Einsamkeit (Owen-Smith et al., 2014). Für die erste Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wurde zudem ein erhöhtes Suizidrisiko festgestellt (Meehan et al., 2006). Diese Befunde sprechen dafür, dass eine gelingende gesellschaftliche Partizipation nach der Entlassung aus dem Akut-Krankenhaus essentiell für die Erholung und Gesundung der Betroffenen ist.
« zurück
1-5 | 297 Artikel      1 2 3 4 5 6 7 ... 

Anbieter

© 2018 Schulz-Kirchner Verlag GmbH, Idstein     |     34.201.121.213