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Terminologie und Definition von Sprachentwicklungsstörungen - Berichte aus (inter-)nationalen Arbeitsgruppen - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Terminologie und Definition von Sprachentwicklungsstörungen - Berichte aus (inter-)nationalen Arbeitsgruppen - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Christina Kauschke, Markus Spreer, Susanne Vogt
In den letzten Jahren hat international eine deutliche Neuausrichtung der Terminologie und Definition von Sprachentwicklungsstörungen stattgefunden. Grund dafür war eine Reflexion und Veränderung der Sichtweise auf sprachliche und nichtsprachliche Fähigkeiten von betroffenen Kindern sowie auf Begleiterscheinungen und Bedingungshintergründe der Problematik. Ein internationales Konsortium hatte über mehrere Jahre die Begriffe und Kriterien kindlicher Sprach- und Kommunikationsstörungen debattiert. Mit dieser Diskussion gingen einige Veränderungen in der Klassifikation und der Nomenklatur einher. Die Ergebnisse wurden unlängst veröffentlicht (Bishop, Snowling, Thompson, Greenhalgh & CATALISE-2 Consortium, 2017). Diese Neuausrichtung wurde im Rahmen einer Arbeitsgruppe während der Interdisziplinären Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES-X) im November 2018 in Dortmund dargestellt und deren Konsequenzen für die Begrifflichkeiten und Rahmenbedingungen im deutschsprachigen Raum thematisiert. Zeitgleich war der aktuelle Diskussionsstand im englischsprachigen Raum Thema einer Arbeitsgruppe auf dem Kongress der American Speech-Language-Hearing Association (ASHA) in Boston. Christina Kauschke und Susanne Vogt initiierten und leiteten die ISES-AG, Markus Spreer nahm an der ASHA-AG teil. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick in die Hintergründe und berichten über die Inhalte beider Arbeitsgruppen.
Selbsteinschätzung der kommunikativen Partizipation von Grundschulkindern mit (S)SES - Erste Daten anhand des
Selbsteinschätzung der kommunikativen Partizipation von Grundschulkindern mit (S)SES - Erste Daten anhand des "Fragebogens zur Beteiligung an Alltagskommunikation" (FBA 6-10) - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Miriam Opitz, Sandra Neumann
Kinder mit einer (spezifischen) Sprachentwicklungsstörung (KSES) unterliegen dem Risiko, Einschränkungen in ihrer kommunikativen Partizipation im Alltag zu entwickeln. Evidenzen für Schulkinder liegen jedoch bislang nicht vor. Es wurde das Ziel verfolgt, erste Daten zur kommunikativen Partizipation von KSES an Förderschulen Sprache im Vergleich zu alters- und geschlechtsgematchten sich typisch entwickelnden Kinder (TEK) im Grundschulalter zu erheben.
Schriftsprachkenntnisse und frühes Schreiben bei Vorschulkindern - eine Pilotstudie - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Schriftsprachkenntnisse und frühes Schreiben bei Vorschulkindern - eine Pilotstudie - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Petra Korntheuer
Der Schriftspracherwerb beginnt lange vor der eigentlichen Einschulung. Als bedeutsame Vorläuferfertigkeit hat sich neben der mündlichen Sprachentwicklung und der literalen Praxis vor allem die phonologische Bewusstheit erwiesen. Andere Vorläuferfertigkeiten wie Wissen über Schriftsprachkonzepte (z.B. Blätter-, Leserichtung) oder die Bedeutung des frühen Schreibens sind dagegen im deutschsprachigen Raum bislang wenig untersucht worden. Die Pilotstudie erfasst die Schriftsprachkonzepte bei Vorschulkindern mit der ins Deutsche übersetzten Form des Verfahrens Concepts about Print (CaP, Clay, 2000a, 2000b) und soll damit bereits vorliegende Ergebnisse replizieren. Darüber hinaus werden moderater Zusammenhänge zum frühen Schreiben sowie zu Buchstabenkenntnissen der Kinder erwartet.
Satzverstehen bei Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) und bei Kindern mit unauffälligem Spracherwerb - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Satzverstehen bei Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) und bei Kindern mit unauffälligem Spracherwerb - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Katrin Thelen
Kinder mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) zeigen häufig Probleme im auditiven Satzverstehen (Bishop, 1997), wobei für deutschsprachige Kinder u.a. OVS-Sätze mit Kasusmarkierungen am bestimmten Artikel besonders herausfordernd sind (Lindner, 2003). Wie syntaktische (Wortstellung), semantische (Belebtheit) und morphologische (Genus, Kasus) Hinweisreize (cues) das Satzverstehen deutschsprachiger Kinder mit SSES beeinflussen, ist bisher kaum untersucht. Wie unterscheidet sich das Verstehen deklarativer Sätze bei Kindern mit SSES vom dem gleichaltriger Kinder sowie um zwei Jahre jüngerer Kinder mit unauffälliger Sprachentwicklung? Welche cues unterstützen, welche erschweren die Verstehensleistung?
Kognitive Entwicklung sprachbeeinträchtigter Kinder von der Einschulung bis zum Ende der Grundschule - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Kognitive Entwicklung sprachbeeinträchtigter Kinder von der Einschulung bis zum Ende der Grundschule - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Anja Theisel, Markus Spreer, Christian W. Glück
Die Erfassung des IQ ist für die diagnostische Validierung von Spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES) sowie möglicher ungünstiger Auswirkungen der sprachlichen Beeinträchtigung auf die kognitive Entwicklung bedeutsam. Mehrfach ist ein Absinken des IQ im Verlaufe der Schulzeit bei Kindern mit Sprachbeeinträchtigungen beobachtet worden. Untersucht werden soll, ob diese Befunde in einer deutschen Stichprobe repliziert werden können und die IQ-Entwicklung durch die Sprachbeeinträchtigung negativ beeinflusst wird. Von 89 Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Sprache (SFS) sowie einer Teilstichprobe von 29 Kindern mit SSES sind Daten zu nonverbalem IQ und sprachlichen Fähigkeiten zu Beginn und am Ende der Grundschulzeit erhoben worden. Der IQ der der Gruppe mit SFS sinkt im Mittel um knapp 10 Punkte, bei der Teilstichprobe der Kin-der mit SSES sogar um 14 Punkte. Erwartungsgemäß sind die sprachlichen Leistungen in beiden Gruppen zu Beginn der Schulzeit signifikant geringer als der IQ. Ein Regressionsmodell für den IQ in der 4. Klasse zeigt, dass dessen Varianz sich unter Einbezug von sprachlichen Leistungen zu Schulbeginn zu 40 % aufklären lässt ohne signifikanten Einfluss des IQ zu T1. Damit wird die kognitive Entwicklung der Kinder von sprachlichen Leistungen weit mehr beeinflusst als vom IQ. Die Unterstützung der Sprachentwicklung kann daher präventiv wirksam sein. Daneben sollte in Bildung und Therapie die kognitive Entwicklung stärker fokussiert werden.
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