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Gesellschaftliche Teilhabe nach einer stationären Sprachheilbehandlung - Auswertung einer Elternbefragung des Sprachheilzentrums Bad Salzdetfurth - Forschung Sprache 2/2017
Gesellschaftliche Teilhabe nach einer stationären Sprachheilbehandlung - Auswertung einer Elternbefragung des Sprachheilzentrums Bad Salzdetfurth - Forschung Sprache 2/2017
Lena Pätzold, Ann-Katrin Bockmann, Anna Machmer
Ein Ziel der stationären Sprachheilbehandlung im Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth ist die Ermöglichung von Teilhabe, also der Entfaltung in allen Lebensbereichen, von Kindern mit schwerwiegenden Sprach-, Sprech-, Rede-, Stimm- und Schluckstörungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Vereinbarkeit von Sondereinrichtungen mit dem Paradigma der Inklusion wurde vom Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth die NESS-Befragung entwickelt, um die Ermöglichung von Teilhabe durch die Behandlung im Sprachheilzentrum zu prüfen und so einen empirischen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten. Im Rahmen der vorgestellten Masterarbeit wurden Hypothesen generiert und die erhobenen Daten ausgewertet. Es wurde angenommen, dass sich die formal-sprachlichen, kreativ-kognitiven und sozial-emotionalen Fähigkeiten der im Sprachheilzentrum behandelten Kinder vom Zeitpunkt der Aufnahme (t1) bis zur Entlassung (t2) signifikant verbessern und dass dieser Behandlungserfolg die Ausprägung von Teilhabe zum Zeitpunkt der NESS-Befragung (t3) vorhersagt. Außerdem erfolgte eine deskriptive Auswertung von Fragen zum Zeitraum nach der Behandlung.
Grammatischer Sprachinput in Kinderliteratur - eine Analyse von Genus-Kasus-Hinweisen in input- und nicht inputoptimierten Bilderbüchern - Forschung Sprache 2/2017
Grammatischer Sprachinput in Kinderliteratur - eine Analyse von Genus-Kasus-Hinweisen in input- und nicht inputoptimierten Bilderbüchern - Forschung Sprache 2/2017
Friederike von Lehmden, Lisa Porps, Claudia Müller-Brauers
Bilderbücher haben sich als wirksames Mittel in der Sprachförderung bewährt (z. B. Gressnich et al. 2014). Oft wird jedoch übersehen, dass die Texte an sich sprachliches Material präsentieren, das einen spezifischen Einfluss auf den Spracherwerb nehmen kann (Fletcher & Reese 2005; Müller & Stark 2015). So ist anzunehmen, dass der sprachliche Input Möglichkeiten bieten kann, grammatische Regularitäten des Deutschen gezielt zu erwerben, wenn dieser z. B. mit einer hohen Frequenz, Gruppierungen, Variationen und Kontrasten von Strukturen spracherwerbsförderlich (z. B. Bebout & Belke 2017; Taraban 2004; Tomasello 2003; Siegmüller & Kauschke 2006) oder mit einer bestimmten Text-Bild-Interaktion ausgestattet ist. Solch ein spezifischer Input kann, so ist zu vermuten, auch beim Vorlesen die Möglichkeit bieten, grammatische Strukturen zu erwerben. Um diese Annahme zu überprüfen, wurden in dem an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelten Projekt „Litkey“ („Literacy as a key to social participation“) drei Bilderbücher (von Lehmden et al. 2017) zum Zweck einer systematischen Darbietung des deutschen Genus-Kasus-Systems (GKS) gestaltet, die im Rahmen einer Interventionsstudie im Kindergarten auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert werden. In dem Beitrag wollen wir die linguistische Besonderheit dieser Bücher auf der Basis einer deskriptiven Analyse herausstellen und zeigen, wie sich diese bei der Darbietung des GKSs von anderen im Buchhandel erhältlichen Bilderbüchern unterscheiden. Aus unseren Analysen lassen sich Schlüsse für die Auswahl von herkömmlichen und inputoptimierten Bilderbüchern in der Sprachförderung ziehen.
Graphen der Lernverlaufsdiagnostik interpretieren und anwenden - Leseförderung mit der Onlineverlaufsmessung Levumi - Forschung Sprache 2/2018 - dgs
Graphen der Lernverlaufsdiagnostik interpretieren und anwenden - Leseförderung mit der Onlineverlaufsmessung Levumi - Forschung Sprache 2/2018 - dgs
Jana Jungjohann, Kirsten Diehl, Andreas Mühling, Markus Gebhardt
Viele Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf entwickeln Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich. Dies hat zur Folge, dass insbesondere der Leseerwerb einer pädagogischen Aufbereitung bedarf. In dieser pädagogischen Arbeit bietet der problemlösende Ansatz der Lernverlaufsdiagnostik (engl. Curriculum-Based Measurement) Lehrkräften eine Unterstützung bei der Überprüfung der Effektivität ihres Unterrichts durch kurze und leicht handhabbare Tests. Diese Unterstützung kann durch weiterführende Materialien (z. B. Interpretationshilfen, Fördermaterialien) bestärkt werden. Für eine erfolgreiche Etablierung der Lernverlaufsdiagnostik und der damit verbundenen computergestützten Testsysteme in der Praxis müssen die aus dem Schulsystem bedingten Anforderungen berücksichtigt werden. Dieser Beitrag thematisiert literaturbasiert die Chancen und Grenzen bei der Implementation der Lernverlaufsdiagnostik in der pädagogischen Praxis. Dafür werden digitale Testsysteme, die Perspektive der Lehrkräfte sowie Schwierigkeiten bei der Interpretation von Lernverlaufsgraphen fokussiert betrachtet. Als Praxisbeispiel wird das Angebot der kostenlosen Onlineplattform Levumi (www.levumi.de), ihre Lernverlaufstests im Bereich Lesen, die Interpretation der Klassen- und Individualgraphen und Fördermaterialien vorgestellt. Damit sich der Ansatz der Lernverlaufsdiagnostik in Deutschland im inklusiven Schulsystem etablieren kann, müssen Barrieren durch Kosten oder einen fehlenden technischen Support abgebaut werden. Zusätzlich können adaptive Testsysteme die Leseförderung durch automatisierte Empfehlungen von Fördermaterialien, schülergerechte Rückmeldungen und Analysen der Kompetenzprofile der Schüler den Unterricht bereichern.
Hilf mir, es (selbst) zu tun! - Neue forschungsbasierte Konzepte in der UK-Fortbildung - Forschung Sprache 1/2015
Hilf mir, es (selbst) zu tun! - Neue forschungsbasierte Konzepte in der UK-Fortbildung - Forschung Sprache 1/2015
Andrea Erdélyi, Ingeborg Thümmel
Die vorliegende Forschung geht der Frage nach, warum Unterstützte Kommunikation (UK) seit rund 25 Jahren in Deutschland bekannt ist, und trotz nachgewiesenem Bedarf und gesetzlicher Vorgaben nicht in ausreichendem Maße bei Kindern und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen eingesetzt wird.
Hyperonyme im fortgesetzten Spracherwerb - Forschung Sprache 1/2016
Hyperonyme im fortgesetzten Spracherwerb - Forschung Sprache 1/2016
Britta Juska-Bacher, Ursula Ritzau
Die Kenntnis von Hyperonymen oder Oberbegriffen wird als Indikator für die semantische Entwicklung des Kindes gesehen. Entsprechend machen Hyperonyme einen Teil verschiedener Sprachentwicklungstests für Kinder aus. Das Wissen über den Erwerb dieser paradigmatischen Relationen ist bisher allerdings begrenzt. In der deutschen Spracherwerbsliteratur ist für 7-Jährige etwa relativ offen formuliert, dass sie „alltägliche Oberbegriffe" bereits in ihrem produktiven Wortschatz haben (Komor & Reich 2008).
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