Forschung Sprache
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Ein Faktorenmodell zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts mit sprachbeeinträchtigten Kindern - Forschung Sprache 2/2014
Ein Faktorenmodell zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts mit sprachbeeinträchtigten Kindern - Forschung Sprache 2/2014
Anja Theisel
Die vorliegende Untersuchung geht davon aus, dass für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern neben Qualitätsmerkmalen allgemein ‚guten‘ Unterrichts spezifische Merkmale eine bedeutsame Rolle spielen. Damit würde sich das Konstrukt eines sprachheilpädagogischen Unterricht von dem eines allgemein ‚guten‘ Unterrichts unterscheiden. Es wurde der Versuch unternommen, ein Untersuchungsinstrument zu entwickeln, das das Konstrukt eines entwicklungswirksamen Unterrichts für sprachbeeinträchtigte Kinder reliabel und valide erfasst. Dazu wurden über 300 Lehrkräfte befragt, die unterrichtlich mit sprachbeeinträchtigten Kindern arbeiten. Sie konnten aus der Literatur gewonnene und nach einer Expertenbefragung gewichtete Merkmale mit Hilfe des Lehrerfragebogens für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern (LeFraU-S) in der Häufigkeit ihres Einsatzes in der alltäglichen Praxis einschätzen. Die Ergebnisse wurden einer Faktorenanalyse unterzogen. Dabei konnte die Vielzahl an möglichen bedeutsamen Merkmalen des Unterrichts auf neun Grunddimensionen reduziert werden. Diese neun Faktoren enthalten aus Sicht von Theorie und Praxis bedeutsame Dimensionen für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern. Damit ist ein Versuch unternommen, das Spezifische dieses Unterrichts empirisch zu erfassen und für die betroffenen Kinder an unterschiedlichen Lernorten nutzbar zu machen.
Einfluss Unterstützter Kommunikation auf die sprachlichen Fähigkeiten von 3 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf - Forschung Sprache 1/2018 - dgs
Einfluss Unterstützter Kommunikation auf die sprachlichen Fähigkeiten von 3 Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf - Forschung Sprache 1/2018 - dgs
Helga Justh
Kinder mit einer angeborenen schweren gesundheitlichen Beeinträchtigung sind häufig in ihrer kommunikativen Entwicklung eingeschränkt und kaum in der Lage, sich sprachlich auszudrücken. Erfolgt im Rahmen der logopädischen Therapie keine Entwicklung der Verbalsprache, müssen ihnen kommunikationsunterstützende Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, um ihnen die aktive Teilhabe an ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen. In diesem Artikel wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss unterstützende Kommunikationsformen auf bestimmte sprachliche Funktionen haben. Zu diesem Zweck wurden drei Kinder während einer festgelegten Unterrichtseinheit gefilmt. Das Filmmaterial wurde an Hand eines speziell für die Probanden entwickelten Beobachtungsschemas ausgewertet. Die Daten wurden quantifiziert und intrasubjektiv interpretiert. Es zeigte sich, dass die Probandin mit Infantiler Zerebralparese einfache Kommunikationsinhalte vorwiegend gebärdenunterstützt kommunizierte und für die Übermittlung komplexer Aussagen bildunterstützte Kommunikation verwendete. Die Schülerin und der Schüler mit Störungen aus dem Autismusspektrum hingegen drückten sich großteils, auch bei einfachen Kommunikationsfunktionen, bildunterstützt aus. Daraus wurde geschlossen, dass die Bereitstellung eines multimodalen Kommunikationssystems insbesondere für Personen mit großer sozialer Kompetenz eine wichtige Grundlage für die sprachliche Ausdrucksfähigkeit darstellt. Für Menschen mit Störungen aus dem Autismusspektrum ist bildunterstützte Kommunikation eine Möglichkeit, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und Handlungsabläufe zu strukturieren, wodurch Sprachentwicklung möglich wird.
Einführung in die Thematik Frühförderung mit dem Schwerpunkt auditiv-verbale Therapie unter der Betrachtung der Wirksamkeit auditiv-verbaler Therapie bei Kindern mit Hörschädigungen - Forschung Sprache 2/2017
Einführung in die Thematik Frühförderung mit dem Schwerpunkt auditiv-verbale Therapie unter der Betrachtung der Wirksamkeit auditiv-verbaler Therapie bei Kindern mit Hörschädigungen - Forschung Sprache 2/2017
Bianka Wachtlin
Kindliche Hörschädigungen treten bei einem bis zu zehn von 1000 Kindern auf und sind mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens verbunden. Bereits nach Diagnosestellung der jeweiligen Erscheinungsform kann bereits ab dem Alter von drei Monaten eine Versorgung durch Hörgeräte stattfinden. Liegt der Hörverlust bei 80dB und mehr, ist eine Cochlea Implantation nicht ausgeschlossen. Im Anschluss an die Versorgung erfolgt in der Regel eine auditiv-verbale Therapie, nach Anpassung des Sprachprozessors stationär, im Anschluss dann ambulant durch die Frühförderung. Woher wissen wir aber, dass diese Art der Therapie wirkt? Die bislang vorhandenen Studien sind dem Evidenzlevel der Stufe II und III zugeordnet (Rhoades, 2006, Dornan et al., 2010). Es handelt sich dabei entweder um quasiexperimentelle Studien oder nicht experimentelle Vergleichsstudien. Bislang gibt es keine randomisierten Studien auf diesem Gebiet. Im Überblicksartikel folgt ein kurzer prägnanter Diskurs in die Historie der Lautspracherziehung, bevor überleitend auf die jetzige Lage der Frühförderung im Rahmen einer auditiv-verbalen Therapie eingegangen wird. Im Anschluss daran erfolgt die Vorstellung der auditiv-verbalen Therapie, die einen Einblick in die Prinzipien, Techniken und Hilfestrategien geben soll. Nachfolgend wird die Evidenzlage der auditiv-verbalen Therapie von Kindern mit Hörschädigungen kritisch beleuchtet.
Einsatz des Alberta Language & Development Questionnaires in der Sprachdiagnostik bilingualer Kinder in Deutschland - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Einsatz des Alberta Language & Development Questionnaires in der Sprachdiagnostik bilingualer Kinder in Deutschland - Forschung Sprache 2/2019 - dgs
Henrike Albert, Christina Haupt
Die Sprachdiagnostik bilingualer Kinder ist herausfordernd, da die Überprüfung ihrer Erstsprache (L1) empfohlen wird, dies vielfach jedoch schwer bis nicht möglich ist. Der in der Studie verwendete kanadische Elternfragebogen ALDeQ© erhebt L1-Fähigkeiten und Risikofaktoren für eine Sprachentwicklungsstörung (SES) unabhängig der Herkunftssprache. Eine Querschnittstudie erprobte die Aussagekraft der deutschen Übersetzung des ALDeQ© mit den Eltern von neun sukzessiv bilingualen Kindern und verglich deren Einschätzungen mit den Ergebnissen aus gängigen Sprachtests bezüglich Hinweisen auf eine SES.
Eltern (ehemals) stotternder Kinder. Eine retrospektive Befragung - Forschung Sprache 2/2013
Eltern (ehemals) stotternder Kinder. Eine retrospektive Befragung - Forschung Sprache 2/2013
Katja Subellok
Eltern können sich durch das Stottern ihres Kindes sehr belastet fühlen. Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt „Stottern 2000“ über 104 narrative Elterninterviews (qualitativ-quantitatives Auswertungsdesign) den offenen Fragestellungen nachgegangen, was Eltern stotternder Kinder (7 bis 12 Jahre) hilft, mit dem Stottern erfolgreich umzugehen und was sie sich von Fachleuten wünschen (u. a. Subellok 2005). Circa elf Jahre nach dieser Erhebung wurden die 104 Familien nochmals kontaktiert („Stottern 2011“).
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