Home  »  PFAD  »  Fachartikel  »  Jahrgang  »  2018  »  Ausgabe 4
Titel     Erscheinungsdatum 
« zurück    weiter »
Gefangen im Netz? Pflegefamilien und Smartphone - Ergebnisse der empirischen Studie
Gefangen im Netz? Pflegefamilien und Smartphone - Ergebnisse der empirischen Studie "Status: Online." - PFAD 4/2018
Hermann Günter Faber
Das Handy und das mobile Internet gehören in vielen Familien heute zur Grundausstattung. Doch Handy und Smartphone bringen trotz der Alltagserleichterung auch die Risiken dysfunktionaler Nutzung mit sich. Wie verhält es sich mit der Handy- und mobilen Internetnutzung in einem Arbeitsfeld, in dem wir es mit Traumatisierungen, Retardierungen, Verwahrlosung, Vernachlässigung, Missbrauch, diversen und multiplen Störungsbildern, geistiger Behinderung, FASD, mangelnder früh-kindlicher Bindung und vielem mehr zu tun haben? Wie sind Pflegekinder und deren Pflegefamilien in Bezug auf das Handy und die Verfügbarkeit von mobilem Internet ausgestattet? Ist das Nutzungsverhalten von Pflegekindern eher dysfunktional und anders als bei anderen Kindern? Sind Pflegekinder besonders gefährdet? Eben diesen Fragen versuchte die Studie "Status: Online." in dem speziellen Feld der Pflegekinderhilfe und in einem Bereich, der sich weitestgehend der elterlichen Kontrolle entzieht, auf den Grund zu gehen.
Keine Scheuklappen! Für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien in Pflege- und Adoptivfamilien - PFAD 4/2018
Keine Scheuklappen! Für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien in Pflege- und Adoptivfamilien - PFAD 4/2018
Margit Huber
Die bundesweite SINUS-Studie „Wie ticken Jugendliche?“ (2016) ermittelte, dass hierzulande digitale Medien und das Internet selbstverständliche Alltagsbegleiter von Kindern und Jugendlichen sind: Sie chatten, posten, stöbern, recherchieren, schauen Videos und Fotos, laden Inhalte runter oder spielen – sie leben online. Kritische Medienpädagogen wie Paula Bleckmann sehen darin eine Bedrohung der Selbstbestimmtheit. Jugendliche verbringen mehr Zeit mit Bildschirmmedien als mit irgendeiner anderen Tätigkeit, außer Schlafen – und verlieren so die Kontrolle über ihre Freizeit. Beherrsche die Medien, sonst beherrschen sie dich! Für den selbstbestimmten Umgang mit Medien gibt es leider kein Rezept. Kinder lassen sich nicht medienmündig machen, sondern sie werden es, und zwar mit Unterstützung durch Erwachsene. Um Kinder zu selbstbestimmten Menschen zu erziehen, die selbst über Ausmaß und Art ihrer Mediennutzung entscheiden können, brauchen Eltern neben Zuversicht, Zeit, Geduld und guten Nerven auch eine Art Landkarte, auf der Mündigkeit als Ziel beschrieben ist.
Medienerziehung in Pflege- und Adoptivfamilien - Strategien für einen selbstbestimmten Umgang mit elektronischen Medien und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Pflegekindern - PFAD 4/2018
Medienerziehung in Pflege- und Adoptivfamilien - Strategien für einen selbstbestimmten Umgang mit elektronischen Medien und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Pflegekindern - PFAD 4/2018
Andreas Pauly
Ob Fortnite, Call of Duty oder FIFA, Jungen wollen an der Spielkonsole spielen. Bei Mädchen geht es manchmal mehr um Instagram, Snapchat oder Musically. Natürlich gibt es auch Mädchen, die Computerspiele gut finden, so wie Jungs sich auch in sozialen Netzwerken aufhalten, aber die Studien belegen diesen geschlechtsspezifischen Trend (vergl. Jim Studie 2017). Medien und auch ihre Nutzung entwickeln sich rasant. Die täglichen Onlinezeiten von Jugendlichen sind in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt von 106 zu 221 Minuten (also um 55 Minuten) gestiegen. Das hängt u. a. auch mit der Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten von Smartphones zusammen. Am Smartphone können die Jugendlichen beispielsweise Musik hören, kommunizieren und kreativ Fotos bearbeiten. Erwachsene befürchten, dass ihre Kinder „süchtig“ werden. Es sollte ihnen in erster Linie klar sein, dass diese Spiele und das „Daddeln“ am Handy Spaß machen und das Gesprächsthema Nummer eins bei Schüler/-innen zwischen 13 und 16 Jahren sind. Wenn ein Junge ein neues Spiel hat, dann möchte er dieses auch intensiv spielen, damit er mit seinen Mitschülern mithalten und sich messen kann. Andere wiederum möchten mit dem Handy einfach mal „abhängen“, da Jugendliche heute sehr eingespannt sind mit schulischen Anforderungen und anderen Ansprüchen, die an sie gerichtet sind.
« zurück
1-3 | 3 Artikel      1
weiter »

Anbieter

© 2018 Schulz-Kirchner Verlag GmbH, Idstein     |     54.161.118.57