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Kinder- und jugendpsychiatrische Störungen bei Pflege- und Adoptivkindern - PFAD 1/2017
Kinder- und jugendpsychiatrische Störungen bei Pflege- und Adoptivkindern - PFAD 1/2017
Regina Taurines, Marcel Romanos
Jährlich werden in Deutschland mehr als 10.000 Minderjährige in Pflegefamilien untergebracht, Ende 2014 lebten dort insgesamt knapp 70.000 Kinder und Jugendliche. Beinahe bei jedem zweiten Pflegekind (45%) war den leiblichen Eltern wegen Kindeswohlgefährdung teilweise oder vollständig das Sorgerecht entzogen worden. Im gleichen Jahr wurden in Deutschland 3.805 Minderjährige adoptiert, davon waren 61% mit den Adoptiveltern bzw. einem Adoptivelternteil verwandt. 16% der adoptierten Minderjährigen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, 7,9% waren im Zusammenhang mit der Adoption ins Inland geholt worden (Oswald et al. 2013; Datenreport 2016; Scheiwe et al. 2016). Untersuchungen belegen, dass 80-90% der Pflegekinder potenziell traumatisierende Belastungen in ihrer Kindheit erlebten (Arnold 2010).
Kopfweh, Bauchweh, Übelkeit - alles nur Einbildung? Bindung und Psychosomatik aus Sicht des Kinder- und Jugendpsychiaters Karl Heinz Brisch - PFAD 1/2017
Kopfweh, Bauchweh, Übelkeit - alles nur Einbildung? Bindung und Psychosomatik aus Sicht des Kinder- und Jugendpsychiaters Karl Heinz Brisch - PFAD 1/2017
Karl Heinz Brisch
Bereits in der Antike war bekannt, dass somatische (organische) Erkrankungen durch den Zustand der Psyche verursacht werden können. Sigmund Freud erarbeitete als erster ein schlüssiges Erklärungsmodell für psychosomatische Erkrankungen: Er bezeichnete mit dem Begriff Konversion die Verschiebung (Übertragung) von Affekten wie Angst, Aggression, Wut, Ärger, Schuld auf Organe. So konnte er Symptome wie Migräne oder Magen-Darm-Störungen als Abwehrmechanismen des Ichs, nämlich als Verdrängen von unerträglichen psychischen Zuständen auf die körperliche (somatische) Ebene erklären. Mittlerweile gilt das Freudsche Modell als überholt. Darauf aufbauend lösten ergänzende und weiter ausdifferenzierte neuere Modelle einander ab. Aus heutiger Sicht hat das psychophysiologisch fundierte Stressmodell einen hohen Erklärungswert erlangt.
Posttraumatische Belastungssymptome von Pflegekindern im Vorschulalter: Ergebnisse einer Online-Studie - PFAD 1/2017
Posttraumatische Belastungssymptome von Pflegekindern im Vorschulalter: Ergebnisse einer Online-Studie - PFAD 1/2017
Mira Vasileva, Franz Petermann
Die Pflegekinderstudie ist die erste deutsche und internationale Studie, die die Verbreitung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Pflegekindern im Vorschulalter untersucht. Darüber hinaus überprüft sie den Einfluss von Merkmalen der Pflegefamilie auf die Symptome der PTBS. Pflegeeltern von Kindern zwischen drei und sieben Jahren wurden über traumatische Erlebnisse und die psychische Gesundheit ihrer Pflegekinder sowie über ihr eigenes Stresserleben und Erziehungsverhalten befragt.
Rechtsansprüche von Pflegekindern nach Eintritt der Volljährigkeit - PFAD 1/2017
Rechtsansprüche von Pflegekindern nach Eintritt der Volljährigkeit - PFAD 1/2017
Peter Hoffmann
Fortsetzung des Beitrags "Rechtsansprüche volljährig werdender Pflegekinder" von RA Peter Hoffmann, der in Heft 3/2016, S. 15-18 veröffentlicht wurde.
Was bringt das Adoptivkind mit, was kann die Adoptivfamilie mitgeben und entwickeln? - PFAD 1/2017
Was bringt das Adoptivkind mit, was kann die Adoptivfamilie mitgeben und entwickeln? - PFAD 1/2017
Ingrid Drißl
In einem Workshop im Juni 2016 wurde Adoptiv- und Pflegeeltern eine neue Perspektive auf die Kinder und ihre Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt und ihnen das Resilienz-Konzept und die Resilienz-Faktoren vermittelt.
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