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Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST) - Ein Verfahren zur Erfassung des Desensibilisierungsstatus von stotternden Erwachsenen - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 6-11
Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST) - Ein Verfahren zur Erfassung des Desensibilisierungsstatus von stotternden Erwachsenen - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 6-11
Hartmut Zückner
Der Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST) ist ein therapie-orientierter Fragebogen, der den Desensibilisierungsstatus stotternder Erwachsener (ab 18 J.) misst. Er umfasst 26 Items, unterteilt in drei Subskalen. Die Ergebnisse des Gesamtwertes und der drei Subskalen zeigen, wo und wie stark sich psychosoziale Beeinträchtigungen durch Stottern auswirken. Die Subskalen des DST lassen sich drei Bereichen zuordnen: Emotionales Erleben von Stottern, reaktives Verhalten auf Stottern und Einfluss von Stottern auf übergeordnete Lebensbereiche (z.B. Selbstwert). Die über die Normierungsstichprobe ermittelten Daten erlauben eine Einteilung des individuellen Desensibilisierungsstatus durch eine kategoriale Gradeinstufung von „sehr gut desensibilisiert” bis „sehr gering desensibilisiert” für das Gesamtergebnis und die Subskalen. Der DST ist an einer Probandengruppe von 212 stotternden Erwachsenen (145 Männer, 67 Frauen) normiert worden. Die statistische Auswertung der Daten zeigt, dass der DST die erforderlichen Testgütekriterien erfüllt. Der DST kann als Computerversion im Internet durchgeführt werden und ist dort auch als Papier-Bleistift-Version zugänglich: www.desensibilisierungsfragebogen-stottern.de
Lässt sich die Lebensqualität Stotternder (er)messen? Deutsche OASES-Fragebögen als Ergänzung einer ICF-orientierten Stotterdiagnostik - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 12-15
Lässt sich die Lebensqualität Stotternder (er)messen? Deutsche OASES-Fragebögen als Ergänzung einer ICF-orientierten Stotterdiagnostik - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 12-15
Anke Kohmäscher
Die Lebensqualität stotternder Menschen rückte in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Wissenschaftlern und Therapeuten. Zu dieser Entwicklung trug unter anderem die Veröffentlichung des Fragebogens OASES (Overall Assessment of the Speaker’s Experience of Stuttering) bei, anhand dessen die Auswirkungen von Stottern auf das Leben Betroffener breitgefächert und ICF-basiert erfragt werden können. Im Artikel wird die Entwicklung des amerikanischen OASES sowie seiner deutschen Übersetzung, die 2016 veröffentlicht wurde, dargestellt. Die Inhalte und der Aufbau der drei OASES-Versionen für unterschiedliche Altersgruppen werden skizziert sowie mögliche Anwendungen in Diagnostik, Therapie und Forschung aufgezeigt.
Schmeckt's? Evidenzbasierte Praxis in der Logopädie - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 30-33
Schmeckt's? Evidenzbasierte Praxis in der Logopädie - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 30-33
Hazel Roddam, Juliane Mühlhaus
Über die Evidenzbasierte Praxis (EBP) in der Logopädie/Sprachtherapie wird viel berichtet, sodass der Eindruck entstehen könnte, dass diese eine sehr feststehende Beschreibung oder ein „Rezept” ist, das jederzeit umgesetzt werden muss. Wir schlagen vor, EBP so zu reflektieren, als wäre EBP ein Experiment in der Küche: Manchmal gehen uns Sachen sehr leicht von der Hand, ein anderes Mal haben wir nicht genau die Zutaten, die wir eigentlich bräuchten. Genau diesen Aspekt haben wir auch mit dem Begriff EBP diskutiert und beschreiben unsere Ideen dazu in den nachfolgenden Abschnitten. Wir möchten Ihnen ein paar Anregungen geben und vielleicht kommen Sie auch ins Gespräch mit Ihren KollegInnen darüber, wie jede von Ihnen EBP betrachtet.
Sprache pflegen - Gesundheit stärken. Über den achtsamen Umgang mit Wörtern als wirksamer Beitrag zur Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsförderung - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 34-37
Sprache pflegen - Gesundheit stärken. Über den achtsamen Umgang mit Wörtern als wirksamer Beitrag zur Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsförderung - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 34-37
Christine Jahn
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Wörter (poetisch auch „Worte”) Reaktionen im Körper erzeugen. So können Wörter, die im Zusammenhang mit Schmerzerfahrungen stehen, die gleiche Wirkung wie der Schmerz selbst haben. Negativ besetzte Wörter werden mit unangenehmen Bildern und Gefühlen in Verbindung gebracht, positiv besetzte Wörter setzen wohltuende und stärkende Impulse. Neben der Schlussfolgerung, dass den Mitgliedern der Berufsgruppen im Gesundheitswesen damit neue Wege und Möglichkeiten der eigenen Gesundheitsfürsorge eröffnet werden, ist der Sprache auch besondere Bedeutung in der Kommunikation mit Patienten und Kollegen beizumessen. Es liegt im Gestaltungsspielraum aller an einer Therapie Beteiligten, durch die bewusste Auswahl von Wörtern positiv auf das Befinden der Patienten und auch auf die Stimmung im Team einzuwirken. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in Untersuchungen und Sprachgewohnheiten, die sich innerhalb der Berufsgruppen und in den Institutionen des Gesundheitswesens entwickelt haben, und regt dazu an, sich die eigenen Sprachgewohnheiten bewusst zu machen und neue Sprachmuster in den Alltag zu integrieren.
Wirksamkeit der Padovan-Methode® bei MFS - Studie liefert erste Nachweise zur Wirksamkeit des ganzheitlichen Ansatzes bei myofunktionellen Störungen - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 16-21
Wirksamkeit der Padovan-Methode® bei MFS - Studie liefert erste Nachweise zur Wirksamkeit des ganzheitlichen Ansatzes bei myofunktionellen Störungen - Forum Logopädie Heft 2 (31) März 2017 16-21
Viola Bellingen
Methoden zur Behandlung myofunktioneller Störungen wurden bislang kaum evaluiert. Die ganzheitlich orientierte Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation wurde erstmals im Rahmen einer pseudorandomisierten kontrollierten Studie bei zwölf Probanden zwischen sieben und 15 Jahren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei myofunktionellen Störungen überprüft. Die acht Probanden der Versuchsgruppe erhielten eine elfwöchige Behandlung mit zwei Therapieeinheiten pro Woche. Bei den vier Probanden der Kontrollgruppe wurde lediglich zweimal eine Diagnostik mit einem Abstand von neun Wochen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe hinsichtlich des Schluckmusters bei Flüssigkeit, der Position der Zungenspitze und -ränder beim Schlucken, bei der Ausführung koordinierter Bewegungsmuster der Zunge und Lippen sowie bei der /s/-Lautbildung.
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