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Aufbau des Verbwortschatzes nach frühkindlicher Hirnschädigung bei einem 4;6-jährigen Mädchen mit dem Patholinguistischen Ansatz - eine Einzelfallstudie - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 26-31
Aufbau des Verbwortschatzes nach frühkindlicher Hirnschädigung bei einem 4;6-jährigen Mädchen mit dem Patholinguistischen Ansatz - eine Einzelfallstudie - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 26-31
Bianca Kindermans, Miriam Abel, Katrin Förster, Heike Borggrefe, Ferdinand Binkofski
Die Studie überprüft, inwieweit der Patholinguistische Ansatz (Siegmüller & Kauschke 2006), der zur Behandlung von spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES) konzipiert wurde, die Sprachentwicklung bei Sprachentwicklungsstörungen im Rahmen komorbider Erkrankungen (SES) beeinflussen kann. Bei der Einzelfallstudie mit einem 4;6-jährigen Mädchen, das eine perinatale Hirnschädigung erlitten hat, wurde ein einfaches Prä-Post-Design gewählt. Die statistische Auswertung zeigt, dass durch die Therapie signifikante Verbesserungen im Benennen der Verben und deren Argumente und eine Erweiterung der mittleren Äußerungslänge erzielt werden können. Diese Studie ist ein Beispiel dafür, dass die Therapie, die ursprünglich für die Behandlung von Kindern mit SSES konzipiert wurde, auch bei SES wirksam sein kann.
Gelingende Kommunikation bei Menschen mit geistiger Behinderung - Studie zur Erprobung eines patientenorientierten Kommunikationsstils - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 32-37
Gelingende Kommunikation bei Menschen mit geistiger Behinderung - Studie zur Erprobung eines patientenorientierten Kommunikationsstils - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 32-37
Kerstin Nonn
Erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung haben häufiger gesundheitliche Probleme als Menschen ohne Behinderung. Eine Ursache für das erhöhte Auftreten von Krankheiten sind sprachliche und kommunikative Probleme, die als sogenannte Verständigungsbarrieren auf beiden Seiten bestehen. In einer quantitativen Studie (n = 80) wurde eine ärztliche/therapeutische Gesprächssituation experimentell nachgestellt und die pragmatisch-kommunikativen und narrativen Fähigkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung untersucht. Basierend auf dem Kooperationsmodell von Tomasello und der ICF-Klassifikation wurde ein patientenorientierter Kommunikationsstil erprobt und als wirksam beurteilt. Grundlegend sind eine klare Struktur des Gespräches, ausreichend Zeit und eine uneingeschränkte wertschätzende und akzeptierende Haltung dem Patienten gegenüber. Ein Leitfaden für eine gelingende Kommunikation wird vorgestellt, welcher neben der Gesundheit selbst die Selbstbestimmung und Selbstvertretung von Menschen mit geistiger Behinderung stärkt.
Kultursensible logopädische Versorgung in der Krise - zur Relevanz sozialer Evidenz. Eine kritische Reflexion evidenzbasierten Vorgehens am Beispiel der kindlichen Sprachentwicklung bei Mehrsprachigkeit - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 38-43
Kultursensible logopädische Versorgung in der Krise - zur Relevanz sozialer Evidenz. Eine kritische Reflexion evidenzbasierten Vorgehens am Beispiel der kindlichen Sprachentwicklung bei Mehrsprachigkeit - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 38-43
Wiebke Scharff Rethfeldt
Das Ziel einer optimalen Versorgung von kulturell und linguistisch diversen Patienten (KLD) im Sinne einer evidenzbasierten Praxis stellt viele LogopädInnen vor eine Herausforderung, da ihre theoretischen Grundlagen und Denkmodelle an westlichen und einsprachigen Standards orientiert sind. Es zeigt sich ein Ungleichgewicht der drei EBP-Wissensquellen, insofern tendenziell die soziale Evidenz vernachlässigt wird. So werden z.B. für einsprachige und westliche Zielgruppen konzipierte Verfahren für die KLD angewendet, was als möglicher Bias wirken kann. Dabei könnte die umfassende Einbeziehung der sozialen Evidenz eine strukturelle Inäquivalenz, d.h. die Messung unterschiedlicher Konstrukte, und damit Fehldiagnosen verhindern. Neben der kritisch-reflektierten Rezeption von einsprachigen Standards geprägten etablierten Instrumenten und der Berücksichtigung der Belange der Patienten ist daher eine wechselseitige Auseinandersetzung mit dem eigenen kulturellen, linguistischen und professionellen Hintergrund erforderlich.
Logopädie im Arbeitsfeld Demenz - Herausforderungen und Chancen - Aufgaben und Kompetenzen - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 12-17
Logopädie im Arbeitsfeld Demenz - Herausforderungen und Chancen - Aufgaben und Kompetenzen - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 12-17
Petra Schuster
Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen durch den demografischen Wandel, vor denen die Gesellschaft als Ganzes, die Logopädie als Profession sowie die einzelne Logopädin als Beteiligte im Versorgungssystem stehen. Im Besonderen wird die Erkrankung Demenz unter der Fragestellung betrachtet, welche logopädischen Aufgaben hier zu benennen sind. Ein Kompetenzprofil formuliert die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen auf den verschiedenen Handlungsfeldern, die zur logopädischen Behandlung eines Menschen mit Demenz notwendig erscheinen. Zum Schluss werden weitere Schritte abgeleitet, die innerhalb der verschiedenen Bereiche und Ebenen der Logopädie, z.B. in den Ausbildungsstätten, der einzelnen Praxis, dem Berufsverband oder Forschungseinrichtungen, zur Bewältigung dieser Aufgaben anstehen.
Möchtest du mit mir ins Schwimmbad gehen? Erfassung kommunikativ-pragmatischer Kompetenzen bei kindlicher Aphasie mit dem Szenario-Kids - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 22-25
Möchtest du mit mir ins Schwimmbad gehen? Erfassung kommunikativ-pragmatischer Kompetenzen bei kindlicher Aphasie mit dem Szenario-Kids - Forum Logopädie Heft 5 (30) September 2016 22-25
Lea Plum, Ruth Nobis-Bosch, Franziska Krzok, Mieke van de Sandt-Koenderman, Klaus Willmes, Stefanie Abel
Kommunikativ-pragmatische Einschränkungen von Kindern, die an einer Aphasie leiden, sind mit derzeit verfügbaren Testinstrumenten kaum erfassbar. Dies birgt die Gefahr, Langzeitfolgen im Bereich kommunikativer Fähigkeiten und sozialer Teilhabe zu übersehen. Der 2015 entwickelte Szenario-Kids (Plum et al. 2015) bietet die Möglichkeit, Einschränkungen multimodaler Kommunikationsfähigkeiten von 8- bis 15-jährigen Schulkindern und Jugendlichen in Alltagssituationen zu erfassen, und ermöglicht erstmalig die Chance einer partizipationsorientierten Diagnostik. Eine erste Erprobung des Verfahrens mit 22 sprachgesunden Kindern und 4 Kindern mit Aphasie erbrachte zufriedenstellende vorläufige Gütekriterien. Vor allem für schwer betroffene Kinder scheint der Szenario-Kids ein geeignetes Testinstrument zur Erfassung von Einschränkungen kommunikativer Fähigkeiten, zur Erstellung eines kommunikativen Leistungsprofils sowie, darauf aufbauend, Grundlage der partizipations-orientierten Therapieplanung zu sein.
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