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Bochumer Performanzbewertung (BoPeB) - Die strukturierte Erfassung von Aspekten logopädischen Planens und Handelns sowie deren Reflexion - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 30-34
Bochumer Performanzbewertung (BoPeB) - Die strukturierte Erfassung von Aspekten logopädischen Planens und Handelns sowie deren Reflexion - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 30-34
Sebastian Brenner
Zum Einsatz in praktischen Prüfungen im Kontext Logopädie/Sprachtherapie hat der Autor das Bewertungsverfahren „THAP“ (Bartels 2006) weiterentwickelt und setzt dieses unter dem Namen „BoPeB“ ein. Das Verfahren enthält unterschiedliche Aspekte der Bewertung und Gewichtung, auf die näher eingegangen wird. Positive Erfahrungswerte mit dem Einsatz des Verfahrens sprechen für die Eignung in (akademischen) Prüfungs-­ und Supervisionskontexten im Fachgebiet Logopädie/Sprachtherapie.
Gruppentherapie bei Dysarthrie - Der State of the Art und ein Praxisbeispiel - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 36-41
Gruppentherapie bei Dysarthrie - Der State of the Art und ein Praxisbeispiel - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 36-41
Vibeke Masoud
Gruppentherapien bei Dysarthrie sind im Gegensatz zur Gruppentherapie bei Aphasie oder anderen logopädischen Behandlungsfeldern ein wenig beleuchtetes Gebiet. Es gibt wenig wissenschaftliche Arbeiten und kaum veröffentlichte praktische Konzepte. Gleichwohl deuten Studien auf positive Effekte hin, sodass sich die nähere Beschäftigung mit diesem Thema gerade unter den As­pekten kommunikative Strategien, Feedback, Perspektivenwechsel und Krankheitsverarbeitung lohnt. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Literatur, skizziert ein Praxisbeispiel mit dem möglichen Ablauf sowie Inhalten und bietet Anregungen für die praktische Durchführung.
Miteinander sprechen, lernen und forschen im Sommercamp Hannover - Eine Studie zu Auswirkungen der Kombinierten Stottertherapie nach dem Hannover Modell - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 14-21
Miteinander sprechen, lernen und forschen im Sommercamp Hannover - Eine Studie zu Auswirkungen der Kombinierten Stottertherapie nach dem Hannover Modell - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 14-21
Christiane Miosga
Fundiert durch eine dialogisch-­interaktionistische Theorie wird die Kombinierte Stottertherapie nach dem Hannover Modell im Sommercamp für stotternde Jugendliche und junge Erwachsene vorgestellt. Die Vielfalt der Sprechstile, Methoden und Perspektiven wird dabei als not­wendige und wichtige Lernbedingung und Therapievariable betrachtet. Diese Sichtweise erweitert die klassischen therapeutischen Verfahren in der Analyse und Gestaltung von Alltags­ und Therapiesituati­onen um wesentliche Aspekte. Es ergibt sich ein Beitrag zur Professionalisierung sprachtherapeutischen Handelns sowie zur Sprachtherapieforschung. In einer Interventionsstudie werden Therapieeffekte sowie die Sichtweisen der Betroffenen und Dialogpartner exploriert und Veränderungsstrategien und -­faktoren identifiziert. Dies erfolgt zu drei Messzeitpunkten, einem vor der Therapie und zwei Post­-Messzeitpunkten mit je drei Teilbereichen: 1. videoaufgezeichnete Sprechsituationen, 2. Selbst-­ und Fremdbeurteilungsfragebögen und 3. videoaufgezeichnete Interviews. Das Stottern reduzierte sich über das Sommercamp hinweg signifikant. Die Daten der Follow­up-­Messung und der Fragebögen sowie erste inhaltsanalytische Ergebnisse der Interviews weisen ebenfalls auf eine Verbesserung und relevante Veränderungsstrategien und -­faktoren durch das Sommercamp hin.
Sprachtherapeutische Diagnostik mit dem Mottier-Test - Viele Normierungen und viele Fragezeichen - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 22-29
Sprachtherapeutische Diagnostik mit dem Mottier-Test - Viele Normierungen und viele Fragezeichen - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 22-29
Tanja Ulrich
Als verursachender bzw. aufrechterhaltender Faktor für laut­ und schriftsprachli­che Defizite bei Kindern kommt der Kapazität des phonologischen Kurzzeitgedächtnisses eine wichtige Rolle zu. Im Rahmen der Sprachdiagnostik wird diese meist anhand von Aufgaben zum Nachsprechen von Pseudowörtern erfasst. Bei der Anwendung des weit verbreiteten Mottier-­Tests stehen Diagnosti­kerInnen in Schule und Praxis oftmals vor dem Problem, sich begründet für eine der aktuellen Normie­rungen entscheiden zu müssen. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Pilotuntersuchung dar, in der die Leistungen von 30 fünfjährigen Kindern beim Nachsprechen von Pseudowörtern erfasst wurden. Die im Mottier­-Test anhand dreier unterschiedlicher Normierungen erreichten Werte wurden miteinander verglichen sowie die Ergebnisse aus zwei standardisierten und normierten Untertests zum verbalen Kurzzeitgedächtnis als Außenkriterium herangezogen. Es zeigte sich, dass die verschiedenen Normierungen des Mottier­Tests in mindestens 10% der Fälle zu unterschiedlichen Entscheidungen hinsichtlich einer Therapieindikation führten. Zudem wurden die Leistungen des verbalen Kurzzeitge­dächtnisses durch den Mottier­-Test oftmals anders eingeschätzt als durch Untertests mit standardisier­ter Durchführung. Implikationen aus den Ergebnissen für die sprachtherapeutische Diagnostik werden aufgezeigt.
Sprechen als Hochseilakt: 15 Jahre
Sprechen als Hochseilakt: 15 Jahre "Stotterc(h)amp" am Bodensee - Stotterintensivtherapie, Lehrveranstaltung, Erlebnispädagogik - Forum Logopädie Heft 2 (30) März 2016 6-13
Wolfgang G. Braun, Karl Schneider, Jürgen Kohler
Am Bodensee findet seit 15 Jahren eine Stottertherapiewoche statt, an der Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen. „Stotterchamp”, der Name dieser außergewöhnlichen Therapiewoche, weist auf den Campcharakter, auf den Standort CH, auf „Champion mit dem Stottern werden” und auch auf ein bisschen „quer in der Landschaft stehen” hin. Zusammen mit Betroffenen und unter Betreuung von fachkundigen Therapeuten wird die Woche größtenteils im Freien verbracht. Die 12 Jugendlichen übernachten in Zirkuswagen und ein Zirkuszelt bietet Gelegenheit für spannende Gruppenaktivitäten. Der Austausch mit anderen stotternden Jugendlichen, das Meistern von ungewohnten Situationen in der Natur und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sprechen stärkt ihr Selbstbewusstsein und ermöglicht einen neuen Umgang mit ihrer Kommunikationsstörung. In der stetigen Weiterentwicklung des Stotterchamps wurde die Zusammenarbeit von Erlebnispädagogik und Logopädie intensiviert. Diese interdisziplinäre Ausrichtung trägt maßgeblich dazu bei, dem komplexen Störungsbild Stottern therapeutisch angemessen und professionell zu begegnen. Der Beitrag zeigt ferner fachliche Möglichkeiten der Übertragung des Vorgehens auf die ambulante Praxis auf.
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