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Die Dys-SAAR-thrietherapie (DST) - Ein neuer Weg der Behandlung von akuten und chronischen neurogenen Sprechstörungen - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 14-19
Die Dys-SAAR-thrietherapie (DST) - Ein neuer Weg der Behandlung von akuten und chronischen neurogenen Sprechstörungen - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 14-19
Carsten Kroker, Christiane Chang, Jürgen Steiner
Der Beitrag stellt ein neues Behandlungskonzept in der Dysarthrietherapie vor. Die Dys-SAAR-thrietherapie (DST) ist eine intensiv geführte, also hochfrequente und befristete Therapie. Ihre Grundidee ist, dass die Tempokontrolle über ein Außensignal (Metronom) gesteuert und gesteigert wird. Gleichzeitig wird auf eine Elektrostimulation gesetzt. Vor jeder Behandlung der Dysarthrie mit dem Konzept der DST steht eine korrespondierende Diagnostik zur Erfassung des Grades der motorischen Reduktion (Tempo und Präzision). Hierzu werden objektive Messwerte erhoben. Bisherige Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass sich mit dieser Methode die Artikulation bei nichtprogredienten neurologischen Erkrankungen effizient und nachhaltig verbessert. Es liegen Daten vor, die eine Wirksamkeit über dem Niveau des Einzelfalles hinaus annehmen lassen. Zur Wirksamkeit der DST werden Messdaten auf der motorischen Ebene und Einschätzungen der Kommunikationsverbesserung im Alltag herangezogen. Eine Pilotstudie hierzu ist für eine Folgeveröffentlichung vorbereitet.
Logopädie in der Palliativmedizin oder Palliative Logopädie? Plädoyer für ein neues logopädisches Spezialgebiet - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 32-37
Logopädie in der Palliativmedizin oder Palliative Logopädie? Plädoyer für ein neues logopädisches Spezialgebiet - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 32-37
Cordula Winterholler
Sowohl in der Medizin als auch in der Pflege sind palliative Spezialgebiete etabliert, sichtbar durch entsprechende Lehrstühle, Fachliteratur, Richtlinien etc. In der Logopädie existieren diese nicht, obwohl Logopädinnen und Logopäden in der Palliativversorgung ihren fachlichen Beitrag leisten. Im Bereich der neuromuskulären Erkrankungen therapieren sie sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenbereich z.B. die Schluckstörungen. Hierbei kommt es nicht nur zu einem Paradigmenwechsel in der Zielsetzung und im Einsatz der Methoden, sondern auch in einem umfassenden Maße zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit medizinethischen Kategorien und rechtlichen Gegebenheiten. Um als Spezialgebiet in der Gesundheitsversorgung zu gelten, muss eine Disziplin drei Kriterien erfüllen: Sie muss über einen eigenen Wirkungsbereich verfügen, eine eigene Wissensbasis haben und besondere Fertigkeiten erfordern. Die Palliative Logopädie erfüllt diese Kriterien.
Ohne Umwege zur Logopädin? Direct Access in der Logopädie in Deutschland - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 28-31
Ohne Umwege zur Logopädin? Direct Access in der Logopädie in Deutschland - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 28-31
Anna Hiller, Lena Spitzer, Bernhard Borgetto
In vielen Ländern können Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen direkt von Logopädinnen und Logopäden behandelt werden. Eine vorherige ärztliche Untersuchung ist keine Voraussetzung für eine Therapie. Dieser sogenannte „Direct Access” zur Logopädie wird in Deutschland noch wenig diskutiert, da das Gesetz einen Direktzugang zu nicht-ärztlichen Heilberufen derzeit nicht zulässt. Ein Direct Access zur logopädischen Behandlung hätte jedoch viele Vorteile für Patienten, Therapeuten und das Gesundheitssystem. Aus der Physiotherapie im Ausland liegen bereits Studien zum Direct Access vor, die diese Hypothese stützen. Es müssen jedoch auch mögliche Nachteile und Gefahren eines Direktzugangs zur Logopädie berücksichtigt werden. Aus diesem Grund ist die Auseinandersetzung mit den für einen Direct Access zur Logopädie benötigten Kompetenzen der Therapeuten von Bedeutung.
süpermarket, margarin, yogurt, salata - Aphasietherapie bei Mehrsprachigkeit mithilfe des cross-linguistischen Transfers - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 6-12
süpermarket, margarin, yogurt, salata - Aphasietherapie bei Mehrsprachigkeit mithilfe des cross-linguistischen Transfers - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 6-12
Julia Petzer, Lena Spitzer, Hanna Ehlert
Die steigende Lebenswartung in unserer multikulturellen Gesellschaft stellt die Logopädie vor die Herausforderung, dass zukünftig vermehrt bilinguale Menschen unter einer Aphasie leiden werden. Studienergebnisse legen nahe, für die Therapie der Betroffenen den cross-linguistischen Transfer (CLT) zu nutzen. Die Aphasietherapie muss somit nur in einer Sprache stattfinden, die sprachlichen Erfolge können mithilfe des CLTs jedoch in mehrere Sprachen übertragen werden. Der Artikel fasst Studienergebnisse zum cross-linguistischen Transfer am Beispiel der Behandlung von Wortfindungsstörungen zusammen. Ebenso werden erste Implikationen hinsichtlich der logopädischen Intervention bei mehrsprachigen Menschen mit Aphasie für die Praxis gegeben.
Überprüfung von EBP-Kompetenzen bei Studierenden - Vorstellung der ersten Version des TÜBEP-ST - Test zur Überprüfung der Basiskompetenz in evidenzbasierter Praxis für SprachtherapeutInnen - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 20-27
Überprüfung von EBP-Kompetenzen bei Studierenden - Vorstellung der ersten Version des TÜBEP-ST - Test zur Überprüfung der Basiskompetenz in evidenzbasierter Praxis für SprachtherapeutInnen - Forum Logopädie Heft 6 (29) November 2015 20-27
Jürgen Cholewa, Sabine Corsten, Susanne Daniel, Tanja Grewe, Thomas Günther, Norina Lauer, Stefanie Mantey, Ruth Nobis-Bosch
Damit SprachtherapeutInnen klinische Entscheidungen evidenzbasiert treffen können – und so wichtige internationale und interdisziplinäre Entwicklungen im Gesundheitswesen mitvollziehen – benötigen sie spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Grundhaltungen. Der TÜBEP-ST 1.0 wurde als erster Baustein eines deutschsprachigen Konzepts zur Überprüfung der EBP-Kompetenz von SprachtherapeutInnen entwickelt. In seiner derzeit vorliegenden Version ist er insbesondere für die Anwendung im Bachelorstudium konzipiert. Mit dem Test kann überprüft werden, ob grundlegende Begriffe, Definitionen und Arbeitstechniken aus dem EBP-Ansatz bekannt sind und angewendet werden können. Aufbau und Zielsetzung des TÜBEP-ST orientieren sich am „FRESNO-Test of Competence in Evidence-based Practice”, einem im englischen Sprachraum etablierten Verfahren zur Überprüfung der EBP-Basiskompetenzen von Medizinern.
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