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Alles hat ein Ende - auch die Stottertherapie!? Methodische Bausteine für einen erfolgreichen Therapieabschluss - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 20-26
Alles hat ein Ende - auch die Stottertherapie!? Methodische Bausteine für einen erfolgreichen Therapieabschluss - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 20-26
Wolfgang G. Braun, Evelyne Marti
Alle Logopädinnen sind in ihrem Arbeitsalltag mit dem Abschluss von Thera­pien konfrontiert. In der Stottertherapie ist dieser Teil des Prozesses mit besonderer Aufmerksamkeit zu betrachten, da bei jugendlichen und erwachsenen Klienten nur in seltenen Fällen mit einer vollständigen Symptomfreiheit nach der Therapie zu rechnen ist und eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit besteht. Anhand welcher Kriterien fällt die Therapeutin ihre Entscheidung, den Abschluss der Therapie einzuleiten? Und wie geht sie methodisch-didaktisch vor, um die Wirksamkeit der Therapie für die Zeit nach der Therapie zu sichern? Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche mit Interviews ausgewiesener Praxisexpertinnen verglichen. Die Entscheidung, die Therapie abzuschließen, wird gemeinsam mit den Klienten anhand fallbezogener Kriterien getroffen. Die Vorbereitung für die Zeit nach der Therapie beinhaltet eine Reihe von methodischen Bausteinen, die je nach Bedarf des Klienten ausgewählt und erarbeitet werden. Der Artikel zeigt fallbezogene Kriterien auf und gibt einen Überblick über Möglichkeiten der Ergebnissicherung und Transferarbeit, die nicht nur für die Stottertherapie Relevanz haben.
Auswirkungen der
Auswirkungen der "D.E.L.P.H.I.N.-Therapie" auf die Stottersymptomatik - Eine multiple Fallstudie mit Jugendlichen und Erwachsenen - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 28-31
Sonja-Marie Schütz
Die umfassende Kommunikationsstörung Stottern betrifft ca. ein Prozent der Weltbevölkerung, somit 800.000 Menschen in Deutschland. Die Symptomatik des Stotterns ist weitreichend, die psychische Belastung aufgrund der beeinträchtigten Kommunikationsfähigkeit und der Stigmatisierung sehr hoch. Im Rahmen der Bachelorarbeit der Autorin wurde die Wirkung der „D.E.L.P.H.I.N.-Therapie“ nach Sabine Schütz untersucht. Anhand einer multiplen Fallstudie mit insgesamt neun Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 12 bis 26 Jahren konnte mit einer hohen Signifikanz die Wirksamkeit der Intensivtherapie nachgewiesen werden. Diese Erfolge beziehen sich sowohl auf den Schweregrad des Stotterns als auch auf die psychosoziale Belastung. Im Rahmen der Bachelorarbeit war keine Betrachtung des Langzeiterfolgs der Therapie möglich. In diesem Artikel wird die Auswertung der Bachelorarbeit um die Ergebnisse nach einem Jahr nach der Therapie erweitert.
Bonner Langzeit-Evaluationsskala zur Lebenssituation Stotternder (BLESS) - Ein neues praxisorientiertes Instrument zur Diagnostik, Therapieplanung und Evaluation für stotternde Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 14-18
Bonner Langzeit-Evaluationsskala zur Lebenssituation Stotternder (BLESS) - Ein neues praxisorientiertes Instrument zur Diagnostik, Therapieplanung und Evaluation für stotternde Kinder ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 14-18
Holger Prüß, Kirsten Richardt
Die Bonner Langzeit-Evaluationsskala zur Lebenssituation Stotternder (BLESS) wurde von den Autoren im Rahmen der Bonner Stottertherapie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie der Universität Bonn entwickelt. Das standardisierte Verfahren ermöglicht erstmals eine ICF-kompatible Eingangs- und Verlaufsdiagnostik bei stotternden Kindern ab 12 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit einem einzigen Instrument. Mit insgesamt 38 Items werden die sprachliche, emotionale, kognitive und soziale Ebene sowie die stotterspezifische Lebensqualität und Lebenszufriedenheit erhoben. Da Stottern, Angst und Vermeidungsverhalten in unterschiedlichen Bereichen oft stark variieren, werden diese von BLESS sehr differenziert erfasst. Somit eignet sich das valide und reliable Verfahren zur umfassenden und therapiesteuernden Diagnostik und Evaluation. Die vorliegende Online-Plattform ermöglicht eine einfache und zeitökonomische Handhabung mit automatisch erfolgender Auswertung und Dokumentation der Daten. BLESS steht allen interessierten Institutionen sowie Therapeutinnen und Therapeuten während der Normierungsphase kostenlos zur Verfügung. Für Schulen und Universitäten steht eine Übungsversion bereit.
Instrumente zur Früherkennung und Früherfassung des beginnenden Stotterns - Redeflusskompass 3.0 und Stotterkompass - zwei komplementäre Hilfsmittel für Laien und Fachleute - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 6-12
Instrumente zur Früherkennung und Früherfassung des beginnenden Stotterns - Redeflusskompass 3.0 und Stotterkompass - zwei komplementäre Hilfsmittel für Laien und Fachleute - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 6-12
Jürgen Kohler, Wolfgang G. Braun
Der Redeflusskompass 2.0 (Braun et al. 2011) ist ein Instrument zur Früherkennung des beginnenden Stotterns. Es wird ein Forschungsprojekt skizziert, das die Gütekriterien des Instruments bestimmt hat. Seine kritische Reflexion beinhaltet auch die Erwähnung von Stolpersteinen bei seiner Anwendung. Zentrales Thema dieses Beitrages ist die Vorstellung des Redeflusskompasses 3.0 und des Stotterkompasses, deren Konstruktion aus der Diskussion der Untersuchungsergebnisse abgeleitet wird. Die Kompasse werden als sich ergänzende Instrumente erläutert, die eine neue Konzeption zur Früherkennung respektive Früherfassung des beginnenden Stotterns beinhalten. Dabei wird die Anpassung des Instrumentariums an das unterschiedliche Vorwissen der Anwender deutlich gemacht und begründet.
Partizipative Therapiezielentwicklung bei chronischer Aphasie - Ein Kommunikationsfragebogen als Grundlage des Zielgesprächs - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 32-39
Partizipative Therapiezielentwicklung bei chronischer Aphasie - Ein Kommunikationsfragebogen als Grundlage des Zielgesprächs - Forum Logopädie Heft 2 (29) März 2015 32-39
Gustav Pfeiffer, Eva Schillikowski
Betroffene sollen bei der Definition von Rehabilitationszielen einbezogen werden. Das ist bei chronischer Aphasie besonders schwierig. Außerdem fällt es auch Sprachgesunden schwer, über Kommunikationsprobleme zu sprechen. Zur Vorbereitung von Zielgesprächen mit Angehörigen und Betroffenen nutzen wir einen Angehörigenfragebogen zur kommunikativen Leistungsfähigkeit bei Aphasie, aus dem der Angehörige fünf Items auswählt, bei denen er sich Fortschritte ganz besonders wünscht. Diese Wunsch-Items sind Grundlage des Zielgespräches. Für jedes Wunsch-Item soll eine konkrete Situation des Misslingens oder Scheiterns aus der letzten Zeit berichtet werden. Es soll klar werden, warum das ausgewählte Item so wichtig ist. Abschließend wird versucht, aus dem Wunsch-Item gemeinsam ein aktivitätsorientiertes Therapieziel zu entwickeln. Durch die Vorbereitung und die klare Gesprächsstruktur können sich auch schwer betroffene Patienten aktiv am Gespräch beteiligen. So können partizipativ aktivitätsorientierte Therapieziele für die Sprachtherapie entwickelt werden.
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