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Bedeutung muttersprachlich normierter Artikulationstests für bilinguale Kinder - Studie zur Normierung des Türkisch-Artikulations-Test (TAT) - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 12-16
Bedeutung muttersprachlich normierter Artikulationstests für bilinguale Kinder - Studie zur Normierung des Türkisch-Artikulations-Test (TAT) - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 12-16
Vasfi Nas
In der Logopädie nimmt die Anzahl der bilingualen Kinder zu. Die türkischsprachigen Patienten bilden die größte Gruppe unter den bilingualen Kindern. Daher hat eine muttersprachliche Diagnostik für diese Kinder eine hohe Relevanz. Vorgestellt und diskutiert werden die Ergebnisse einer Studie zur Normierung des Türkisch-Artikulations-Test (TAT) an türkischsprachigen Vorschulkindern. Sie zeigen, dass bilinguale türkische Kinder gegenüber muttersprachlich Deutsch aufwachsenden Kindern andere Lautentwicklungsphasen haben und eigens für sie entwickelte Testinstrumente benötigen, um Fehldiagnosen zu vermeiden. Für muttersprachlich Deutsch aufwachsende Kinder entwickelte Tests wie die PLAKSS (Psycholinguistische Analyse kindlicher Sprechstörungen) erweisen sich zur Diagnostik türkischsprachiger Kinder als nicht geeignet. Die ermittelten Normwerte liefern Anhaltspunkte zur Beurteilung der Sprechentwicklung dieser Kinder.
Kindersprachstörungen und ihre Therapie - Was wir wissen und was wir noch nicht wissen - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 6-11
Kindersprachstörungen und ihre Therapie - Was wir wissen und was wir noch nicht wissen - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 6-11
Julia Siegmüller, Judith Beier
Die Unsicherheiten hinsichtlich des Umgangs mit dem Phänomen der Late Talker in der frühen Kindersprachtherapie sind groß und werden durch die aktuelle Diskussion um pädiatrische Umgangsleitfäden zur Verordnung bzw. Nicht-Verordnung von Late Talkern noch befeuert. Der vorliegende Beitrag erläutert und kommentiert diese für Therapeuten unübersichtliche Situation. Er fasst praxisrelevante Erkenntnisse im Bereich der frühen Sprachentwicklung, Grammatikentwicklung und Wortfindung zusammen und nennt Wissenslücken, die durch eine intensivere Therapieforschung erst noch geschlossen werden müssen und nicht auf den deutschen Sprachraum beschränkt sind.
Sprache gegen Gewalt - Sprachentwicklungsstörungen und kriminelle Gewaltkarrieren bei jugendlichen Straftätern - eine qualitative Untersuchung - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 30-35
Sprache gegen Gewalt - Sprachentwicklungsstörungen und kriminelle Gewaltkarrieren bei jugendlichen Straftätern - eine qualitative Untersuchung - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 30-35
Marianne Hagen
Der Beitrag geht der Frage nach, ob expressive Gewalt von Jugendlichen eine Folge von Sprachentwicklungsstörungen sein könnte. Ziel dieser Studie war, sich diesem kaum erforschten Themenfeld zu nähern. Dazu wurden fünf männliche, jugendliche Gewalttäter mit Migrationshintergrund mit standardisierten Sprachstatuserhebungen und Leitfragen-Interviews untersucht. Alle fünf Probanden zeigen eindeutige Sprachentwicklungsverzögerungen in Form von Artikulationsstörungen und Wortfindungsstörungen sowie Einschränkungen in der Grammatik und Erzählstruktur. Die Ursache von kriminellen Gewaltkarrieren bei jugendlichen Straftätern muss jedoch multifaktoriell betrachtet werden. Dabei bleibt die Sprache eine wichtige Komponente, die intensiver erforscht werden sollte, um die Relevanz einer logopädischen Therapie als Primärprävention durch Wirksamkeitsstudien zu belegen.
Therapie bei beatmeten Patienten - Was müssen Sprachtherapeuten wissen und können? - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 18-23
Therapie bei beatmeten Patienten - Was müssen Sprachtherapeuten wissen und können? - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 18-23
Maria-Dorothea Heidler, Laura Bidu
Sprachtherapeuten werden im klinischen Alltag zunehmend mit der Versorgung von Patienten konfrontiert, die über eine Trachealkanüle beatmet werden. Neben dem „üblichen“ Trachealkanülenmanagement (cuff down with speaking valve zur physiologischen Luftstromlenkung) verlangt der Umgang mit beatmeten Patienten zusätzliches Wissen über Beatmungsformen und Beatmungsmodi, Weaningstrategien sowie spezielle pflegerische Maßnahmen (wie Absaugen, Präoxygenieren oder der Umgang mit dem Beatmungsgerät). Das Aufgabenfeld umfasst nicht nur die Entblockung der Trachealkanüle im kontinuierlichen und diskontinuierlichen Weaning, sondern auch die Entscheidung zur Oralisierung nach apparativer und klinischer Schluckdiagnostik sowie das Ermöglichen von verbaler und/oder nonverbaler Kommunikation durch Entblockung, Bildtafeln oder elektronische Hilfsmittel.
Was wäre für das Kind das Beste? - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 40-41
Was wäre für das Kind das Beste? - Forum Logopädie Heft 1 (29) Januar 2015 40-41
Matthias Geusen
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zieht sich aus der Finanzierung von Therapien in integrativen Kitas zurück. Die Kosten der Therapien, die voraussichtlich überwiegend von externen LogopädInnen erbracht werden, sollen die Krankenkassen übernehmen. Über die Qualität der Versorgung von Kindern mit Behinderungen wird gestritten.
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