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Farbige Bilder verbessern den Wortabruf bei Aphasiepatienten - Eine Studie zum Einfluss von Farbe auf den visuellen, semantischen und lexikalischen Selektionsprozess beim Benennen von Bildern - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 6-13
Farbige Bilder verbessern den Wortabruf bei Aphasiepatienten - Eine Studie zum Einfluss von Farbe auf den visuellen, semantischen und lexikalischen Selektionsprozess beim Benennen von Bildern - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 6-13
Evelyn Mohr
Es wurde untersucht, ob Bilder, die Objekte in Farbe zeigen, besser benannt werden können als Bilder, auf denen dieselben Objekte in grau präsentiert werden. Dabei wurden eine Gruppe von 29 Aphasie-Patienten, die sich in der post- akuten Phase befanden und eine moderate bis mittelschwer ausgeprägte Wortfindungsstörungen aufwiesen, mit einer Kontrollgruppe aus zehn deutschsprachigen und 60 englischsprachigen Personen verglichen. Getestet wurde mit einem neu entwickelten Bilderset, das aus 140 Alltagsgegenständen bestand, die in unterschiedlichen Farbvarianten zu benennen waren. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Teilnehmer farbige Bilder schneller benennen konnten und dass Aphasiepatienten bei den farbigen Bildern deutlich weniger Fehler produzierten. Es konnte gezeigt werden, dass die Effekte für Farbe sowohl die visuelle Verarbeitung beschleunigten als auch den semantischen Verarbeitungsprozess erleichterten und dadurch den lexikalischen Selektionsprozess positiv beeinflussten.
Funktionelle Aphasiediagnostik aus klinischer Anwendersicht - Ein Überblick und Erfahrungen mit dem ANELT - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 14-21
Funktionelle Aphasiediagnostik aus klinischer Anwendersicht - Ein Überblick und Erfahrungen mit dem ANELT - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 14-21
Silke Schwinn, Anke Pieper, Renate Damm-Lunau, Annette Baumgärtner
Bisher liegen im deutschsprachigen Raum nur wenige Verfahren zur Einschätzung funktionaler (kommunikativ-pragmatischer) Fähigkeiten bei Aphasie vor. Der Artikel diskutiert die Anforderungen an eine ICF-orientierte Aphasiediagnostik und gibt eine Übersicht über verschiedene indirekte (Fragebögen) und direkte Testverfahren (Leitfaden-Interviews, Rollenspiele). Das bis dato einzige standardisierte Instrument zur direkten Überprüfung der pragmatisch-kommunikativen Fähigkeiten auf Handlungsebene ist der Amsterdam-Nijmegen Everyday Language Test (ANELT). Er erfüllt nur zum Teil die Forderungen der ICF, und in der klinischen Anwendung hat er Vor- und Nachteile. Um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden, stellt eine Kombination aus indirekten und direkten Verfahren zurzeit die bestmögliche Diagnostik dar.
Logopädie in der Palliativmedizin - Verantwortung und Chancen im interdisziplinären Team - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 35-41
Logopädie in der Palliativmedizin - Verantwortung und Chancen im interdisziplinären Team - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 35-41
Linda Freudricht, Judith Sommer, Wolfgang Tisch
Die Palliativmedizin als medizinische Fachrichtung hat sich in den letzten Jahren etabliert und bietet auch in der Logopädie neue Arbeitsfelder. Dabei sind ein Umdenken und eine Neudefinition des Verständnisses von therapeutischer Arbeit für LogopädInnen notwendig. Die bisher angestrebte möglichst vollständige Rehabilitation der behandelten PatientInnen wird abgelöst durch das Ziel, Lebensqualität zu verbessern und das durch krankheitsbedingte Symptome entstandene Leiden zu lindern.
Verbesserung sozialer Teilhabe von Menschen mit Aphasie: Chancen von Gruppenarbeit - Analyse eines Gruppengesprächs zur Sichtweise der Betroffenen - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 28-34
Verbesserung sozialer Teilhabe von Menschen mit Aphasie: Chancen von Gruppenarbeit - Analyse eines Gruppengesprächs zur Sichtweise der Betroffenen - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 28-34
Sabine Corsten, Norina Lauer, Erika J. Schimpf
Menschen mit Aphasie erfahren massive Einbußen in ihrer sozialen Teilhabe. Biographisch-narrative Arbeit sowie handlungsorientierte Gruppenangebote bewirken hier Verbesserungen. Zur Verstetigung derartiger Ansätze könnten Teile davon in die Selbsthilfearbeit einfließen. In einer empirischen Untersuchung mittels Fokusgruppen mit ehemaligen TeilnehmerInnen des Projekts narraktiv zu biographischer Arbeit bei Aphasie wurde dem Verständnis von Selbsthilfe, den Erwartungen hierzu und Möglichkeiten der Organisation nachgegangen. Dabei wurde die Selbsthilfe als unterstützend für soziale Inklusion gesehen. Trotz einer offenen Haltung gegenüber einer verstärkten Übernahme organisatorischer Aufgaben wurden ein mangelndes Selbstvertrauen und verminderte Kompetenzen problematisiert. Eine passgenaue Schulung inklusive Begleitung, (mit)entwickelt und durchgeführt durch SprachtherapeutInnen, könnte ein Lösungsansatz sein.
Zur Effektivität von Computertherapie bei chronischer Aphasie - Ergebnisse eines systematischen Reviews - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 22-27
Zur Effektivität von Computertherapie bei chronischer Aphasie - Ergebnisse eines systematischen Reviews - Forum Logopädie Heft 6 (28) November 2014 22-27
Claudia Holz, Holger Grötzbach
Mehrere Effektivitätsstudien zeigen übereinstimmend, dass nachhaltige Behandlungserfolge in der Aphasietherapie nur durch eine hohe Therapieintensität zu erreichen sind. Eine Möglichkeit, die Intensität von Aphasietherapie zu erhöhen, ist der therapie-ergänzende Einsatz computerbasierter Verfahren. Da über ihre Wirksamkeit jedoch wenig bekannt ist, wurde in einem systematischen Review die Effektivität computerbasierter Therapie bei chronischer Aphasie evaluiert. Die Resultate ergeben starke Evidenzen dafür, dass computerbasierte Interventionen zu sprachlich-funktionellen Verbesserungen führen. Die Nachweise für pragmatisch-kommunikative Verbesserungen sind jedoch schwach. Daher sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Effektivität computerbasierter Therapien in der Behandlung chronischer Aphasien zweifelsfrei zu belegen.
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