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Der AWST-R bei sukzessiv mehrsprachigen Kindern - Eignung und Anpassung der Auswertung bei sukzessiven Erwerbsbedingungen - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 30-34
Der AWST-R bei sukzessiv mehrsprachigen Kindern - Eignung und Anpassung der Auswertung bei sukzessiven Erwerbsbedingungen - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 30-34
Birgit Ehl, Dietlinde Schrey-Dern, Klaus Willmes
Sprachentwicklungstests sind in Deutschland in der Regel für monolingual deutschsprachige und nicht für sukzessiv mehrsprachige Kinder normiert. Aus Mangel an Alternativen werden diese Testverfahren dennoch bei mehrsprachigen Kindern eingesetzt und mit den vorhandenen Normen ausgewertet. Dies gilt auch für den Aktiven Wortschatztest – Revision (AWST-R), ein Instrument zur Beurteilung des Wortschatzumfangs in der deutschen Sprache. In der vorliegenden Studie wurden 28 sukzessiv mehrsprachige Kinder mit und ohne Spezifischer Sprachentwicklungsstörung (SSES) hinsichtlich ihrer Ergebnisse im AWST-R verglichen. Es zeigten sich keine signifikanten Gruppenunterschiede in den Leistungen im AWST-R und eine hohe Rate falsch positiver Befunde bei Anwendung der altersbasierten, monolingualen Normen. Anhand der Ergebnisse wurde eine Korrekturformel entwickelt, die bei der Beurteilung des Wortschatzumfangs mit dem AWST-R die sukzessiven Erwerbsbedingungen berücksichtigt.
Diagnostische Ansätze im Bereich Kindersprache - Einsatzmöglichkeiten und Grenzen unter Betrachtung ihrer unterschiedlichen Referenzpunkte - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 16-21
Diagnostische Ansätze im Bereich Kindersprache - Einsatzmöglichkeiten und Grenzen unter Betrachtung ihrer unterschiedlichen Referenzpunkte - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 16-21
Hanna Ehlert
Diagnostik ist ein essentieller Baustein des Therapieprozesses, Basis therapeutischer Entscheidungsfindung und stellt eines der zentralen Handlungsfelder der Logopädie dar. Sie soll verschiedene Funktionen erfüllen, die von einer reinen Beschreibung der Störung über Hypothesen zur Prognose bis zur Evaluation des Therapieoutcomes reichen. LogopädInnen nutzen dazu im Bereich Kindersprache eine Vielzahl von Befundinstrumenten und standardisierten Tests. Welche Vor- und Nachteile die Referenzpunkte dieser unterschiedlichen Verfahren haben und wo ihre Stärken im Rahmen der Diagnostik liegen, soll in diesem Artikel geklärt werden.
Evidenzbasierte Behandlung Myofunktioneller Störungen - Eine Typologisierung bestehender Therapiekonzepte im Kindesalter - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 22-29
Evidenzbasierte Behandlung Myofunktioneller Störungen - Eine Typologisierung bestehender Therapiekonzepte im Kindesalter - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 22-29
Laura Ruben, Constanze Wittich
In diesem Artikel werden die Ergebnisse einer Analyse von Therapiekonzepten vorgestellt, die in der Behandlung von myofunktionellen Störungen im Kindesalter eingesetzt werden. Die Analyse hinsichtlich struktureller Gemeinsamkeiten erfolgte mittels einer Expertenbefragung und einer Literaturrecherche. Als Ergebnis werden zunächst zwei Symptomkomplexe und sechs Therapiekonzeptbausteine definiert und beschrieben. Die dabei ermittelten Zusammenhänge verdeutlichen die Komplexität Myofunktioneller Störungen und geben Anhaltspunkte dafür, dass ein einzelnes Therapiekonzept dieser Komplexität oft nicht gerecht wird. Daher werden inhaltliche Schwerpunkte für eine multimodale Behandlung definiert. Durch die Darstellung der Wechselwirkungen zwischen der Symp­tomvielfalt und der multikausalen Pathogenese erhalten Therapeuten die Möglichkeit, ihr Vorgehen evidenzbasiert zu reflektieren und patientengerechter auszurichten.
Evidenzbasierte Betrachtung auditiver Verarbeitungsstörungen - Ein Überblick über AVS und die aktuelle Evidenzlage - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 6-14
Evidenzbasierte Betrachtung auditiver Verarbeitungsstörungen - Ein Überblick über AVS und die aktuelle Evidenzlage - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 6-14
Norina Lauer
Auditive Verarbeitungsstörungen (AVS) beruhen auf einer Störung des Verarbeitungsprozesses auditiver Reize. Aus modelltheoretischer Sicht sollte die auditive Verarbeitung auf die Funktionen eingegrenzt werden, die ihr unmittelbar zugeordnet werden können. Leistungen wie die Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, aber auch die phonologische Bewusstheit sollten getrennt davon betrachtet werden. In der Behandlung gewinnen die Beratung und die Modifikation der Hörumgebung gegenüber einem auditiven Training zunehmend an Bedeutung. Eine Ursache hierfür ist das Fehlen eindeutiger Evidenzen für den Einsatz auditiver Trainingsmethoden. Insbesondere von sprachfreien Trainingsprogrammen ist abzuraten. Der Einsatz sprachgebundener Aufgaben ist bei Anwendung in der Therapie systematisch zu evaluieren. Der Artikel gibt einen Überblick über AVS und die aktuelle Evidenzlage.
Neuer Aufgabentyp in der Früherkennung von LRS - Studienergebnisse zum Paarassoziationslernen im Vorschulalter deuten auf Integrationsdefizit als Ursache für Schwierigkeiten im Leseerwerb - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 36-40
Neuer Aufgabentyp in der Früherkennung von LRS - Studienergebnisse zum Paarassoziationslernen im Vorschulalter deuten auf Integrationsdefizit als Ursache für Schwierigkeiten im Leseerwerb - Forum Logopädie Heft 1 (28) Januar 2014 36-40
Josefine Horbach, Wolfgang Scharke, Jennifer Cröll, Thomas Günther
In der Früherkennung von Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS) werden vorwiegend Aufgabentypen verwendet, die auf phonologischen Theorien basieren. Die aktuelle Ursachenhypothese eines modalitätsübergreifenden Integrationsdefizits von Blomert und Willems (2010) findet in der Früherkennung von LRS noch keine Beachtung. Die vorliegende Studie hatte daher zum Ziel, einen auf dieser Hypothese basierenden Aufgabentyp, das Paarassoziationslernen, im Vorschulalter zu erforschen und seine Rolle für den Leseerfolg in der ersten Klasse zu beleuchten. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Lernfähigkeit von visuell-verbalen Assoziationen bereits vor Schuleintritt bei Kindern mit späterem Lesedefizit schwächer ist. Dies könnte auf einen Subtyp von Kindern hinweisen, deren Leseerwerbsproblematik ein Integrationsdefizit zugrunde liegt.
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