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Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen der Logopädie - Ein Beitrag zur Diskussion über die Positionierung der Logopädie gegenüber ihren Bezugswissenschaften - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 6-11
Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen der Logopädie - Ein Beitrag zur Diskussion über die Positionierung der Logopädie gegenüber ihren Bezugswissenschaften - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 6-11
Bernhard Borgetto
Die Gesundheitswissenschaften, wie sie sich in Deutschland entwickelt haben, bilden in vielerlei Hinsicht eine Grundlage für die Logopädie. Umgekehrt können aber auch die Gesundheitswissenschaften von der Logopädie profitieren. In diesem Beitrag sollen diese beiden Thesen begründet werden, indem ein Überblick über die Gesundheitswissenschaften und ihr derzeitiges Verhältnis zur Logopädie gegeben wird und beispielhaft die Potenziale einer zukünftigen (weiterentwickelten) Kooperation und deren Voraussetzungen erörtert werden. Dabei muss notwendigerweise selektiv und teilweise oberflächlich vorgegangen werden, da schon ein umfassender Überblick über die Gesundheitswissenschaften den Rahmen dieses Beitrags übersteigen würde. Perspektivisch soll mit diesem Beitrag auch eine Diskussion über die Positionierung der Logopädie gegenüber ihren Bezugswissenschaften angeregt werden.
Kooperativ früh Stärken nutzen und Risiken begegnen - Gesundheitsförderung und Prävention in der Sprachentwicklung - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 24-29
Kooperativ früh Stärken nutzen und Risiken begegnen - Gesundheitsförderung und Prävention in der Sprachentwicklung - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 24-29
Wolfgang G. Braun, Jürgen Steiner
An die Gesundheitsförderung und Prävention sind Erwartungen geknüpft, die sich mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ fassen lassen: Wir warten nicht, bis Probleme eintreten und wir das noch Mögliche tun können, sondern handeln vorwegnehmend. Ein vorwegnehmendes Bearbeiten von negativen und das beharrliche Stärken von positiven Einflussfaktoren führen zu einer erhöhten Aufmerksamkeit des Einzelnen, der Familie und der Gesellschaft. Insofern ist Prävention indirekt ein „Weg der individuellen und kollektiven Achtsamkeit“. Im ersten Teil des Beitrags werden der Präventionsauftrag und einige grundlegende Begriffe thematisiert. Im zweiten Teil werden „Tools“ für die Arbeit in den Bereichen Früherkennung, Empowerment der Eltern und Beratung bei Migrationshintergrund vorgestellt.
Methodenorientierung in der Stimmtherapie - Stimmtherapeutische Methoden und ihr Einsatz in der therapeutischen Praxis - eine qualitative Studie - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 30-35
Methodenorientierung in der Stimmtherapie - Stimmtherapeutische Methoden und ihr Einsatz in der therapeutischen Praxis - eine qualitative Studie - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 30-35
Ulla Beushausen
Im deutschsprachigen Raum wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute mindestens 20 unterschiedliche Konzepte zur Behandlung von Stimmstörungen entwickelt, die von Experten aus Medizin, Gesangspädagogik, Sprechwissenschaft und Logopädie/Sprachheilpädagogik begründet wurden. Eine Klassifikation dieser Methoden kann nach dem Grad der theoretischen Fundierung, dem Grad der Verknüpfung stimm- und sprechkundlicher mit psychotherapeutischen Methoden und dem Grad der Eigenständigkeit einer Methode erfolgen. Ein an der HAWK gefördertes qualitatives Forschungsprojekt hatte das Ziel, herauszufinden, ob sich die beschriebene Methodenvielfalt auch in der therapeutischen Praxis widerspiegelt, welche Methoden Stimmtherapeuten bevorzugen und wie sie Methoden oder Übungen auswählen. Dazu wurden Interviews mit 12 Therapeutinnen geführt, die in ihrem Berufsalltag hauptsächlich stimmtherapeutisch tätig sind. Die Ergebnisse dieser Interviews lassen bereits die Ableitung von ersten allgemeinen Prinzipien der Stimmtherapie zu. Diese liegen in einer einheitlichen Theorie von Stimmstörungen und deren Therapie sowie einer methodenunabhängigen Übungsauswahl nach Patientenmerkmalen und subjektiver Wirksamkeitsannahme. Auch Therapeutinnen, die in ihrer Ausbildung nur eine bestimmte stimmtherapeutische Methode vermittelt bekamen, gaben an, später methodenübergreifend zu arbeiten.
Sind logopädische Störungsbilder Krankheiten? Subjektive Theorien von Gesundheit und Krankheit in der Logopädie - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 12-17
Sind logopädische Störungsbilder Krankheiten? Subjektive Theorien von Gesundheit und Krankheit in der Logopädie - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 12-17
Monika Rausch
Der vorliegende Beitrag skizziert theoretische Vorstellungen von Krankheit in der Medizin und den Gesundheitswissenschaften u.a. in einer historischen Dimension und ergänzt die Überlegungen um Verweise auf subjektive Theorien von Patienten. Vor diesem Hintergrund wird nach der Bedeutung all dieser Vorstellungen für die Logopädie gefragt. Die fehlenden empirischen und theoretischen Antworten auf die dabei aufgeworfenen Fragen zeigen, dass das Verständnis von Krankheit und Gesundheit bisher zu wenig ausgearbeitet und erforscht ist. Dies wird aber für eine Ableitung zielgenauer Therapien und deren Evaluation sowie für eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage in der Versorgungskette benötigt.
Wiederherstellung der Gesundheit oder Teilhabe? Ziel und Umsetzung der Logopädie in der stationären Neurorehabilitation - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 18-23
Wiederherstellung der Gesundheit oder Teilhabe? Ziel und Umsetzung der Logopädie in der stationären Neurorehabilitation - Forum Logopädie Heft 5 (26) September 2012 18-23
Holger Grötzbach
Entgegen der Erwartung der Patienten geht es in der Neurorehabilitation nicht um eine Wiederherstellung der Gesundheit. Ihr Ziel ist es vielmehr, trotz weiter bestehender Beeinträchtigungen eine Teilhabe an gewünschten Lebensbereichen zu ermöglichen. Zur Bestimmung dieser Bereiche kann auf die Narration zurückgegriffen werden, in der sich die Wünsche der Patienten an ihre Rehabilitation ebenso offenbaren wie die Umstände, die ihnen seit ihrer Erkrankung geholfen, aber auch geschadet haben. Von den narrativ ermittelten Wünschen leiten sich Aktivitäts- und Funktionsziele ab, die anhand von Zielsetzungsmethoden genau, d.h. überprüfbar definiert werden sollten. Die Ergebnisse der evidenzbasierten Medizin helfen dabei, diese Ziele zu erreichen. Zu ihnen gehört vor allem eine hohe Therapiefrequenz, die in Leitlinien und Therapiestandards eingegangen ist. Die Frequenz wird in der Logopädie durch holistische Therapieansätze und durch eine Förderung der Umstellungsfähigkeit ergänzt.
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