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Ausbildung im logopädischen Fachbereich Stimme - unter funktionalen Gesichtspunkten - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 30-37
Ausbildung im logopädischen Fachbereich Stimme - unter funktionalen Gesichtspunkten - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 30-37
Wiltrud Föcking, Marco Parrino, Renate Siekemeier
Der Artikel stellt das Ausbildungskonzept der logopädischen Stimmtherapie an der IB GiS Schule für Logopädie in Köln unter funktionalen Gesichtspunkten vor. Er will Anregungen geben, den klassischen logopädischen Rahmenplan dahingehend zu modifizieren, dass die Arbeit an der Stimme im Mittelpunkt steht und alle anderen Bereiche auf ihren Zusammenhang zur Stimmfunktion hinterfragt werden. Insbesondere befasst er sich mit der Frage, wie diese Arbeitsweise Studierenden bereits in der Ausbildung vermittelt werden kann. Voraussetzung für dieses Konzept ist, ihnen ein Höchstmaß an Selbsterfahrung mit der eigenen Stimme zu ermöglichen.
Moderne Stimmdiagnostik - Hilfsmittel, Untersuchungsprozedur, Auswertung und Interpretation - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 18-23
Moderne Stimmdiagnostik - Hilfsmittel, Untersuchungsprozedur, Auswertung und Interpretation - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 18-23
Ben Barsties
In den letzten Jahren haben zahlreiche internationale Publikationen die Bedeutung subjektiver und objektiver Messverfahren für die Stimmdiagnostik nachgewiesen. Für den klinischen Alltag werden Hilfsmittel, Untersuchungsprozedur, Auswertung und Interpretation vorgestellt, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen und eine Dysphonie zuverlässiger und umfassender bestimmen lassen, als dies mit herkömmlichen Verfahren möglich ist. Das Stimmdiagnostikschema umfasst vier Bereiche: akustische-, psychoakustische- und aerodynamische Messungen sowie Selbstwahrnehmung. Die Auswahl der Parameter ergibt sich aus der Forderung nach qualitativer Aussagekraft und Robustheit der Messverfahren bei vertretbarem Zeitaufwand und überschaubaren Anschaffungskosten.
Probleme der Idee einer Indifferenzlage im Sprechen - Kritische Analyse einer wenig hinterfragten Idee in der Sprechwissenschaft und Stimmtherapie - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 12-17
Probleme der Idee einer Indifferenzlage im Sprechen - Kritische Analyse einer wenig hinterfragten Idee in der Sprechwissenschaft und Stimmtherapie - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 12-17
Olaf Nollmeyer
Die Indifferenzlage (IL) ist eine zentrale, aber wenig hinterfragte Idee in der Sprechwissenschaft und Stimmtherapie. Bei näherem Hinschauen zeigt sich, dass ihre Thesen verworren und widersprüchlich sind und die Datenlage äußerst dünn ist. Die Auszeichnung der IL als „physiologisch“ im Sinne von „den körperlichen Gegebenheiten gemäß“ oder auch als „gesund“ ist nicht begründet. Die geläufige Behauptung, in der Indifferenzlage werde mit geringstem Kraftaufwand der Sprechorgane phoniert, basiert auf einer falschen Wiedergabe einer Studie von Zenker und Zenker (1960). Das für die Idee der Indifferenzlage wichtige Verhältnis von Situation und Stimme sowie von Erlebnis und Ausdruck wird falsch aufgefasst.
Stimmbildung und Stimmtherapie - Grenzgebiete - Plädoyer für eine stärkere Berücksichtigung gesanglicher und gesangsmethodischer Fähigkeiten in der Logopädieausbildung - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 24-29
Stimmbildung und Stimmtherapie - Grenzgebiete - Plädoyer für eine stärkere Berücksichtigung gesanglicher und gesangsmethodischer Fähigkeiten in der Logopädieausbildung - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 24-29
Michael Pezenburg
Stimmbildung und Stimmtherapie können nur sehr eingeschränkt voneinander abgegrenzt werden, sie basieren weitgehend auf gemeinsamen physiologischen und didaktisch-methodischen Grundlagen und überlappen sich in weiten Teilen. Stimmtherapie kann demzufolge nachhaltig nicht ohne stimmbildnerische Fähigkeiten des Therapeuten auskommen, und Stimmbildung muss andererseits u.a. auch mögliche Störungen der Stimmfunktion im Blick haben, um stimmliche Fehlentwicklungen vermeiden oder erkennen zu können. Das trifft in besonderer Weise auf die Singstimme und ihre Störungen zu, da es noch keine Ausbildung zum „Singstimmtherapeuten“ gibt, der auch über ausreichende gesangliche und gesangsdidaktische Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen muss, um eine gestörte Singstimme, ob professionell oder aus dem gehobenen Laienbereich, adäquat behandeln zu können. Schlussfolgerungen für eine stärkere Berücksichtigung dieser Aspekte in der Aus- und Weiterbildung für beide Seiten erscheinen zwingend.
Szenische Emotionszentrierte Stimmtherapie - SEST - Ein neuer Ansatz zur Behandlung funktioneller Stimmstörungen - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 6-11
Szenische Emotionszentrierte Stimmtherapie - SEST - Ein neuer Ansatz zur Behandlung funktioneller Stimmstörungen - Forum Logopädie Heft 4 (26) Juli 2012 6-11
Ralf Zimmer
Szenische Emotionszentrierte Stimmtherapie (SEST) ist ein integrativer Ansatz zur Behandlung funktioneller Störungen der Sprechstimme. Der Behandlungsfokus liegt dabei besonders auf dem Ursprung der stimmlichen Erfahrung, dem „szenisch-relationalen Kontext“ mit seinen emotionalen Reaktionen. SEST vermittelt Einblicke in die Dynamik zwischenmenschlicher Beziehungen und Beziehungsgestaltungen und verdeutlicht die emotionalen Hintergründe stimmlich unökonomischen Ausdrucksverhaltens. Die Methode leitet sich aus entwicklungs-, emotions- und lernpsychologischen Denkansätzen ab. Wesentlicher Referenzrahmen ist die Theorie der Integrativen Therapie (IT), die seit den 1960er Jahren im Sinne einer umfassenden biopsychosozialen Humantherapie nach H. Petzold und Mitarbeitern entwickelt wird. Der Artikel stellt die theoretischen Grundlagen der SEST vor, erläutert Zielsetzungen und methodisches Vorgehen innerhalb der Behandlung.
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