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Der biografisch-narrative Ansatz in der Intervention bei Aphasie - Ein innovatives Konzept für die logopädische (Gruppen-)Arbeit - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 6-11
Der biografisch-narrative Ansatz in der Intervention bei Aphasie - Ein innovatives Konzept für die logopädische (Gruppen-)Arbeit - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 6-11
Sabine Corsten, Friedericke Hardering, Martina Bröckel
Menschen mit Aphasie erfahren oft massive Einbußen in ihrer Lebensqualität, die sich besonders in einer verminderten sozial-kommunikativen Teilhabe äußern. Um dem logopädischen Auftrag einer verbesserten Lebensqualität gerecht werden zu können, ist es erforderlich, neue Theorien und Konzepte für die Logopädie fruchtbar zu machen. Das Konzept der Lebensqualität muss als Strukturierungswerkzeug für die logopädische Intervention nutzbar gemacht werden. Ein zentraler Bestandteil eines als gelungen empfundenen Lebens ist die Identitätsarbeit. Als elementar für eine gelingende Identitätsarbeit wiederum wird die biografisch-narrative Kompetenz gesehen, die Fähigkeit zur Selbstthematisierung im Austausch mit anderen, die bei Aphasie beeinträchtigt ist. Mittels Biografiearbeit können Identitätsbildungsprozesse angeleitet werden. In dem Beitrag wird das Forschungsprojekt NARRAKTIV – Aktivierung narrativer Kompetenzen – vorgestellt, in dem für Menschen mit Aphasie biografisch-narrative Methoden entwickelt und evaluiert werden sollen.
Diagnostik der Aphasie bei Kindern und Jugendlichen - Überblick, Möglichkeiten und Grenzen - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 18-25
Diagnostik der Aphasie bei Kindern und Jugendlichen - Überblick, Möglichkeiten und Grenzen - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 18-25
Simon Friede, Melanie Kubandt
Die Aphasie bei Kindern und Jugendlichen ist eine erworbene Sprachstörung nach begonnenem Spracherwerb. Ausgelöst wird sie durch eine akute Hirnschädigung, meist ein Schädel-Hirn-Trauma. Heute weiß man, dass alle aphasischen Symptome, die bei Erwachsenen mit Aphasie beschrieben werden, auch bei Kindern und Jugendlichen beobachtet werden können. Da es kein standardisiertes Verfahren zur Diagnostik der Aphasie bei Kindern und Jugendlichen gibt, ist die Kombination verschiedener Verfahren aus der Aphasie- und Sprachentwicklungsdiagnostik sowie eine umfassende Anamnese notwendig. Dieser Artikel gibt einen zusammenfassenden Überblick über den komplexen Bereich der Diagnostik.
Die teilhabe-orientierte Gruppentherapie (TOGT) - Ein Konzept zur Förderung sprachlicher Aktivitäten von Personen mit einer Aphasie - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 12-17
Die teilhabe-orientierte Gruppentherapie (TOGT) - Ein Konzept zur Förderung sprachlicher Aktivitäten von Personen mit einer Aphasie - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 12-17
Melanie Wieser, Holger Grötzbach, Ulla Beushausen
Der Gesetzgeber fordert als Ziel der Rehabilitation eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Dieses Ziel lässt sich für Personen mit einer Aphasie insbesondere mithilfe von Gruppentherapien erreichen. Allerdings gibt es bislang nur wenige Gruppentherapiekonzepte, in denen die Teilhabe im Vordergrund steht. Daher wurde die teilhabe-orientierte Gruppentherapie (TOGT) entwickelt, die aus den Bausteinen „Aktivitäten zu Hause“ und „Aktivitäten außer Haus“ besteht. Das Neue an der TOGT ist, dass an der Gruppe sowohl Personen mit einer Aphasie als auch Personen ohne Aphasie teilnehmen und dass die TOGT mit der Einzeltherapie verzahnt wird. Dadurch wird ein Transfer sprachlicher Verbesserungen in den Alltag ermöglicht.
Sherlock Holmes und Columbo in der Logopädie - Struktureller Aufbau therapeutischer Denk- und Entscheidungsprozesse in der Ausbildung - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 32-39
Sherlock Holmes und Columbo in der Logopädie - Struktureller Aufbau therapeutischer Denk- und Entscheidungsprozesse in der Ausbildung - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 32-39
Vera Wanetschka
Im Beitrag werden vor dem Hintergrund der Modelle des Klinischen Begründungsprozesses (Beushausen 2009, Higgs et al. 2008) und der Arbeitstypen nach Hansen (2009) mithilfe eines Forschungskreislaufs der strukturelle Aufbau therapeutischer Denk- und Entscheidungsprozesse in der Ausbildung dargestellt. Zentrale Arbeitsprozesse bilden dabei die induktive und deduktive Datensammlung und die reflexive Arbeit. Der Vorschlag unterstreicht den Dialog zwischen wissenschaftlicher und praktischer Arbeitsweise.
Sprachabbau bei Demenz - ein Thema für die Sprachtherapie? Ergebnisse einer Befragung von Logopädinnen in der Schweiz - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 26-31
Sprachabbau bei Demenz - ein Thema für die Sprachtherapie? Ergebnisse einer Befragung von Logopädinnen in der Schweiz - Forum Logopädie Heft 6 (25) November 2011 26-31
Jürgen Steiner, Martin Venetz
In diesem Beitrag geht es um die Frage der Indikation einer logopädischen Intervention bei beginnender Demenz. Die Frage wurde bisher akademisch diskutiert; die Differenz der Position von „nicht indiziert“ über „nur in Ausnahmefällen indiziert“ bis zu „in jedem Einzelfall zu prüfen“ ist letztlich erklärbar durch implizite Prämissen zum Selbstverständnis des Faches Logopädie. Wenn der Auftrag der Logopädie eher strukturell-linguistisch verortet wird, werden einer Intervention, die „wirksam“ sein soll, weniger Chancen eingeräumt. Wenn der Auftrag der Logopädie auch Management der Kommunikationskooperation und Aufrechterhaltung des Selbstwertes und der Teilnahme ist, ist Logopädie gefragt und muss „wirksam“ kontextbasiert definiert werden. Wir betonen hier den letzteren Aspekt. Die theoretische Diskussion des Themas wird belebt durch das Votum aus der Praxis: Unsere Befragung von Logopädinnen aus der Deutschschweiz ergibt, dass für Logopädinnen, die im Kontext Geriatrie arbeiten, das Thema relevant und die Logopädie zuständig ist. Die Praktikerinnen sind bereit, ein hohes Engagement in die konzeptionelle Weiterentwicklung zu investieren. Die Problematik der „Wirksamkeit“ ist auch ein Thema der Praxis.
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