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Der Modellstudiengang Logopädie der Hochschule für Gesundheit Bochum - Ein neuer Weg zur akademischen Logopädie - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 34-41
Der Modellstudiengang Logopädie der Hochschule für Gesundheit Bochum - Ein neuer Weg zur akademischen Logopädie - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 34-41
Kerstin Bilda, Sebastian Brenner
Der Modellstudiengang Logopädie der Hochschule für Gesundheit Bochum beschreitet einen neuen Weg in der Ausbildung zur akademischen Logopädie. Der Studiengang dauert 3,5 Jahre und führt zur Berufszulassung Logopäde/in und zu einem Bachelor of Science in Logopädie. Profil des Studiengangs ist die kritische Anwendung des Konzepts der evidenzbasierten Praxis in logopädischen Interventionen und die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Neue Modelle der akademischen Praxisausbildung werden entwickelt und evaluiert. Das wesentliche Ziel ist dabei eine enge Verzahnung zwischen Lehre, Forschung und Praxis.
Entscheidungen im Therapieprozess - wie machen wir das eigentlich? Ein Blick auf Clinical Reasoning - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 20-26
Entscheidungen im Therapieprozess - wie machen wir das eigentlich? Ein Blick auf Clinical Reasoning - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 20-26
Beatrice Rathey-Rötzke
Die Betrachtung von Faktoren, die bei klinischen Entscheidungen eine Rolle spielen, wird zunehmend in Verbindung mit dem Begriff „Clinical Reasoning“ vorgenommen. Dabei ist die Frage interessant, inwieweit sich die Entscheidungsfindung von Experten und von Lernenden oder Berufsanfängern unterscheiden und wie diese Unterschiede ggf. schneller überwunden werden können. An der Kieler Schule für Logopädie wurde ein Leitfaden erarbeitet, mit dessen Hilfe eine fragengeleitete, systematische Annäherung an Probleme im Rahmen der Therapie, die individuelle Situation des Patienten, Therapieziele etc. erfolgen kann. Darüber hinaus werden Instrumente der Lehre beleuchtet. Anhand eines Fallbeispiels aus der logopädischen Praxis wird exemplarisch eine Problemlösestrategie herausgearbeitet. Über die meistens beschriebenen Formen des Clinical Reasonings hinaus wird die Bedeutsamkeit von Emotional Reasoning herausgestellt, da aktuelle Studien auf den hohen Einfluss von Gefühlen (von Praktikern) auf Entscheidungen hinweisen.
Fallbeispiele für Clinical Reasoning in der Stottertherapie - Reflexions- und Entscheidungsprozesse einer Anfängerin und einer Expertin - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 28-33
Fallbeispiele für Clinical Reasoning in der Stottertherapie - Reflexions- und Entscheidungsprozesse einer Anfängerin und einer Expertin - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 28-33
Veronika Schade, Patricia Sandrieser
Für Berufseinsteiger und Nicht-Experten stellt die Stottertherapie aufgrund ihres komplexen Anspruches meist eine große Herausforderung dar. Die individuelle Ausrichtung der Therapie erfordert vom Therapeuten nicht nur ein fundiertes Fachwissen in methodischer Hinsicht sondern auch die Fähigkeit, in einem dynamischen Prozess kontinuierlich zu reflektieren und gleichzeitig lösungsorientiert zu entscheiden. Dieser Reflexions- und Entscheidungsprozess wird als Clinical Reasoning (CR) verstanden. Eine Struktur- und Beschreibungshilfe zur Reflexion der klinischen Fragestellung stellen sogenannte CR-Formen dar. Durch ihren thematischen Fokus ermöglichen sie das klinische Problem aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und können dadurch Impulse für weiterführende Entscheidungen liefern. Auf der Grundlage zweier Fallbeispiele werden jeweils der CR-Prozess eines Anfängers und der einer Expertin unter Einbezug von CR-Formen nachvollziehbar dargestellt sowie Handlungsalternativen erörtert. Der Leser erhält damit einen Einblick, wie Formen des Clinical Reasoning im therapeutischen Alltag gewinnbringend zur Entscheidungsfindung und Qualitätssicherung bzw. im kollegialen Austausch eingesetzt werden können.
Frühe inputorientierte Lexikontherapie bei Kindern im Late-Talker-Stadium - Ein Nachweis spezifischer Effekte - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 6-12
Frühe inputorientierte Lexikontherapie bei Kindern im Late-Talker-Stadium - Ein Nachweis spezifischer Effekte - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 6-12
Sandra Dähn, Anna Lehnhoff, Charleen Neumann, Wiebke Rohdenburg, Svenja Ringmann, Julia Siegmüller
In der Diskussion darüber, wann Therapie bei Kindern mit sprachlichen Defiziten beginnen sollte, fehlen auf der Seite der LogopädInnen die überzeugenden Argumente für einen frühen Behandlungsbeginn. Es ist umstritten, zu welchem Zeitpunkt logopädische Therapie bei Kindern mit Late-Talker-Profil beginnen sollte. Die vorliegende Studie ist eine Teilstudie des Projekts „Lexikalisch-Syntaktische Therapie bei Kindern mit komplexen Störungsbildern im Late-Talker-Stadium“ (LST-LTS-Projekt) am Logopädischen Institut für Forschung in Rostock. Die Therapiegruppe besteht aus 25 sprachauffälligen Kindern im Alter von zwei und drei Jahren, die durch die Therapiemethode der Inputspezifizierung den Wortschatzspurt erreichten. Es erfolgte eine Gegenüberstellung der zwei- und dreijährigen Kinder. Die jüngeren Kinder erreichten den Wortschatzspurt in signifikant weniger Therapieeinheiten. In einer zweiten Untersuchung wurden jüngere unauffällige Kinder aus der Kontrollgruppe den Kindern der Therapiegruppe zugeordnet. Die sprachauffällige Therapiegruppe erweiterte ihren Wortschatz um signifikant mehr Wörter im Vergleich zu sprachunauffälligen Kindern mit gleichem Startwortschatz in derselben Zeit. Die Ergebnisse dieser Studie sprechen für den frühzeitigen Beginn der logopädischen Intervention bei Kindern mit Late-Talker-Profil.
Kompliziert oder komplex? Eine Analyse logopädischer Interventionsprozesse - Eröffnungsvortrag des 40. dbl-Kongresses in Karlsruhe - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 14-19
Kompliziert oder komplex? Eine Analyse logopädischer Interventionsprozesse - Eröffnungsvortrag des 40. dbl-Kongresses in Karlsruhe - Forum Logopädie Heft 5 (25) September 2011 14-19
Martina Bröckel, Hilke Hansen
„Komplex“ ist etwas anderes als „kompliziert“ – und logopädische Interventionsprozesse sind (auch noch) beides! Zu diesem Schluss kommen die Referentinnen des Eröffnungsvortrags auf dem diesjährigen dbl-Kongress, der in diesem Beitrag dokumentiert wird. Aus fachspezifischer und interdisziplinärer Perspektive suchen sie in einem Fachdialog nach theoretischen wie praxisbezogenen Kriterien und Anhaltspunkten, unter denen sich die Komplexität logopädischen Handelns und ihre Anforderungen an die Unsicherheitstoleranz praktizierender LogopädInnen fassen lassen. Im Hinblick auf die kontinuierliche Professionalisierung des Fachgebietes und seiner Berufsangehörigen diskutieren sie eine erweiterte logopädische Akzentuierung verfügbaren Veränderungswissens, den Ausbau einer facettenreichen logopädischen Therapieforschung und eine enge Verzahnung von Wissenschaftsorientierung und reflektierter logopädischer Handlungs- und Beziehungspraxis.
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