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Diagnostische Praxis bei mehrsprachigen Kindern - Eine Umfrage unter Therapeuten zur Entscheidung über den Therapiebedarf mehrsprachiger Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 6-13
Diagnostische Praxis bei mehrsprachigen Kindern - Eine Umfrage unter Therapeuten zur Entscheidung über den Therapiebedarf mehrsprachiger Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 6-13
Yara Wintruff, Achiropita Orlando, Maike Gumpert
Bei mehrsprachigen Kindern stellt die Differenzierung zwischen einer therapiebedürftigen Spezifischen Sprachentwicklungsstörung und einem pädagogischen Förderbedarf eine Herausforderung für Logopäden und Sprachtherapeuten dar. Mittels einer Online-Umfrage wurden bundesweit 258 Therapeuten zu ihrem diagnostischen Vorgehen bei mehrsprachigen Kindern befragt. Besonders interessierte dabei, welche Ergebnisse bzw. Informationen differenzialdiagnostisch genutzt und welche Verbesserungsmöglichkeiten für den diagnostischen Prozess gesehen werden. Insbesondere die Befundung der nicht-deutschen Sprache stellt eine Herausforderung in der Praxis dar. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass ein Theorie-Praxis-Transfer zwar stattfindet, Hilfestellungen aus der Mehrsprachigkeitsforschung jedoch nur zum Teil angewendet werden und insgesamt deutlicher Optimierungsbedarf im diagnostischen Prozess besteht.
Frühdiagnostik bei Sprachverständnisstörungen - Ein häufig unterschätztes Störungsbild mit langfristig gravierenden Folgen für die Betroffenen - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 20-27
Frühdiagnostik bei Sprachverständnisstörungen - Ein häufig unterschätztes Störungsbild mit langfristig gravierenden Folgen für die Betroffenen - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 20-27
Anke Buschmann, Bettina Joos
Defizite im Sprachverständnis stellen ein hohes Risiko für die Ausbildung manifester Sprachentwicklungsstörungen dar und sind oftmals mit Sekundärproblemen in der psychosozialen und schulisch-beruflichen Entwicklung verbunden. Diese ungünstige Langzeitprognose erfordert eine differenzialdiagnostische Abklärung der rezeptiven Sprachfähigkeiten bei Kindern mit einer verzögerten Sprachentwicklung und verlangt frühe und effektive Interventionsmaßnahmen. Im klinischen Alltag werden Sprachverständnisstörungen jedoch noch immer häufig übersehen. Der Überblicksartikel soll dazu beitragen, dieses Störungsbild stärker in den Fokus zu rücken und die Sensibilität für Probleme in den rezeptiven Sprachfähigkeiten zu erhöhen. Ausgehend von den ungünstigen Entwicklungsverläufen bei Sprachverständnisstörungen wird auf die Notwendigkeit einer Überprüfung der rezeptiven Fähigkeiten auf verschiedenen sprachlichen Ebenen und Möglichkeiten der Früherkennung eingegangen. Auf der Basis einer wissenschaftlichen Untersuchung wird ein standardisierter Diagnostikablauf für sprachentwicklungsverzögerte Kleinkinder mit Erfassung des Sprachverständnisses als Schlüsselkomponente vorgestellt. Abschließend werden Ergebnisse einer randomisiert kontrollierten Interventionsstudie bei Late Talkern mit Sprachverständnisdefiziten zusammenfassend präsentiert.
Frühe Diagnostik bei mehrsprachigen Late Talkern - Sprachenspezifische Unterschiede und soziokulturelle Besonderheiten als Herausforderung - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 14-19
Frühe Diagnostik bei mehrsprachigen Late Talkern - Sprachenspezifische Unterschiede und soziokulturelle Besonderheiten als Herausforderung - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 14-19
Sebnem Kreutzmann, Mascha Hecking
Mehrsprachigkeit stellt eine besondere Herausforderung in der Diagnostik von Late Talkern dar. Bisherige Bemühungen zur Berücksichtigung der Erst- und Zweitsprache(n) der Kinder beschränken sich hier noch wesentlich auf die einfache Übersetzung bestehender Screeningverfahren zur Erfassung von Risiken im Spracherwerb. Dieser Beitrag zeigt auf, dass einzelsprachliche Besonderheiten und soziokulturelle sowie lebensweltliche Faktoren bereits den frühen Spracherwerb entscheidend prägen und somit für eine gesicherte Diagnostik nicht außer Acht gelassen werden dürfen.
Mutismus im System - System im Mutismus? Logopädisch-systemische Betrachtungen des kindlichen Selektiven Mutismus - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 28-33
Mutismus im System - System im Mutismus? Logopädisch-systemische Betrachtungen des kindlichen Selektiven Mutismus - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 28-33
Anne Wichtmann
Logopäden behandeln gemäß ihrem Heilmittelauftrag symptomatisch sprachlich-kommunikative Fehlfunktionen. Im Fall des Selektiven Mutismus ist eine Erweiterung um die systemische Perspektive sinnvoll, häufig sogar Bedingung für eine nachhaltige Veränderung des kindlichen Schweigeverhaltens. Eine kindzentrierte Therapie kann durch eine systemische Begleitung der Eltern, manchmal auch der Geschwister oder Großeltern, symptomgerechter gestaltet werden. Der Beitrag betrachtet die entwicklungs- und familiendynamischen Aspekte der kindlichen Kommunikationsstörung Selektiver Mutismus und verdeutlicht das logopädisch-systemische Konzept und Vorgehen durch ein Fallbeispiel.
So, dann hätten wir's schon für heute ... Logopädische Sitzungen pünktlich und stimmig beenden - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 34-37
So, dann hätten wir's schon für heute ... Logopädische Sitzungen pünktlich und stimmig beenden - Forum Logopädie Heft 1 (25) Januar 2011 34-37
Stefan Lange
Der logopädische Alltag ist in der Regel gebunden an die festen Zeitvorgaben des Heilmittelkatalogs. Hieraus ergibt sich eine Unterteilung des Tages in zeitlich klar definierte Therapiesitzungen von 30, 45 oder 60 Minuten Dauer. Doch wie kann die Therapeutin gewährleisten, dass diese Taktung auch wirklich reibungslos gelingt? Wie kann sie dem Patienten trotz dieser festen Zeitvorgaben das Gefühl vermitteln, sich nicht nur an zeitlichen Rahmenbedingungen, sondern an dessen Bedürfnissen und den Erfordernissen des Therapieprozesses zu orientieren? Am Beispiel einer 45-minütigen Therapiesitzung mit einem erwachsenen Patienten werden Möglichkeiten aufgezeigt, Sitzungen zu einem stimmigen und „runden“ Ende zu bringen und somit hektische Verabschiedungen auf der Türschwelle sowie unnötige Wartezeiten für Folgepatienten zu vermeiden.
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