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Clinical Reasoning in der Logopädie - Therapeutische Entscheidungen bewusst treffen und fundiert begründen - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 30-37
Clinical Reasoning in der Logopädie - Therapeutische Entscheidungen bewusst treffen und fundiert begründen - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 30-37
Ulla Beushausen, Wenke Walther
In diesem Beitrag wird der in der Medizin, Physiotherapie und Ergotherapie geprägte Begriff des Clinical Reasoning auf den therapeutischen Entscheidungsprozess in der Logopädie übertragen. Gemeint sind damit Denk-, Handlungs- und Entscheidungsprozesse, die klinisch tätige Personen (Ärzte, Pflegepersonal, Therapeuten u.a.) entweder allein oder in der Kooperation mit Berufskollegen und – soweit möglich – gemeinsam mit dem jeweiligen Patienten treffen. Gleichzeitig steht der Begriff Clinical Reasoning für verschiedenste wissenschaftliche Ansätze, Entscheidungsprozesse zu untersuchen, zu verstehen, zu klassifizieren und zu verbessern. Die Grundlage therapeutischer Entscheidungen sind die Kognition, die Metakognition und das Wissen eines Therapeuten. Verschiedene Formen des Clinical Reasoning wie die Mustererkennung und das hypothetisch-deduktive Reasoning können zu unterschiedlichen Entscheidungen führen und werden anhand von Beispielen verdeutlicht. Anschließend wird ein Modell des Clinical Reasoning in der Logopädie in seinen Komponenten erläutert.
Der situative Ansatz in der Aphasietherapie - Teil 2: Sprachdidaktische Grundlagen für die therapeutische Arbeit - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 22-29
Der situative Ansatz in der Aphasietherapie - Teil 2: Sprachdidaktische Grundlagen für die therapeutische Arbeit - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 22-29
Günther Storch, Ingrid Weng
Die Forderung nach einer anwendungsorientierten Aphasietherapie bedingt nicht nur die Hinwen­dung zu alltagsrelevanten Themen, sondern auch die gezielte Einbeziehung authentischer Kommu­nikation in die Therapie. Dadurch werden neue interaktive Kommunikationsstrukturen in die Therapie integriert, was zu einer Erweiterung der sprachlich-kommunikativen Anforderungen an Patienten und auch Therapeutinnen führt. Dabei bildet die „Situation“ den Bezugspunkt für die verschiedenen anwendungsbezogenen therapeutischen Aktivitäten. Der Beitrag diskutiert die Konzeption einer anwendungsorientierten Aphasietherapie und stellt wichtige sprachdidaktische Grundlagen eines situations­basierten Therapieansatzes dar.
Die Wirkung von Vorstellungshilfen auf die Sprechstimme - Zwei randomisierte kontrollierte Studien (RCT) - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 6-10
Die Wirkung von Vorstellungshilfen auf die Sprechstimme - Zwei randomisierte kontrollierte Studien (RCT) - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 6-10
Gerd Hering
Einige Therapeuten und Stimmtrainer verwenden so genannte Vorstellungshilfen zur Verbesserung von Stimmklang und Resonanz/Durchdringungsfähigkeit in der Stimmtherapie. In zwei randomisierten kontrollierten Studien (RCT) wurde an der EWS Rostock der Effekt der Vorstellung von einem weiten Raum in Verbindung mit der Erwartung einer eigenen vollen und hallreichen Stimme untersucht. Es wurden hauptsächlich objektive Messverfahren zur Ermittlung der Wirkung auf die Resonanz der Stimme, die mittlere Sprechstimmlage, die Artikulations- und Sprechgeschwindigkeit sowie die Pausenlänge verwendet. Die Ergebnisse bestätigen einen positiven Effekt der Vorstellungshilfe auf die meisten untersuchten Parameter. Damit konnte ein Wirksamkeitsnachweis über die Methode der verwendeten Vorstellungshilfe erbracht werden.
Dysodie - Die Singstimme in der Stimmtherapie - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 16-21
Dysodie - Die Singstimme in der Stimmtherapie - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 16-21
Mathias Knuth
Patienten mit Einschränkungen der Singstimme sind in der logopädischen Praxis zwar nicht sehr häufig, doch Gesangsübungen eignen sich sehr gut für die Therapie und das häusliche Üben, um auch die Sprechstimme zu verbessern. Der Beitrag geht detailliert auf die physiologischen Zusammenhänge zwischen Körper und Stimmfunktion ein. Es werden die verschiedenen Stimmregister beschrieben und zahlreiche Anregungen für die therapeutische Umsetzung vorgestellt. Der Autor plädiert dafür, dem Gesang als stimmlichem Ausdrucks- und Therapiewerkzeug mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Relevanz des Stimmfeldes für Diagnostik und Therapieevaluation - Möglichkeiten und Grenzen der Stimmfeldmessung bei funktionellen Stimmstörungen - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 11-15
Relevanz des Stimmfeldes für Diagnostik und Therapieevaluation - Möglichkeiten und Grenzen der Stimmfeldmessung bei funktionellen Stimmstörungen - Forum Logopädie Heft 4 (24) Juli 2010 11-15
Stephanie Riedmüller, Wivine Decoster, Meike Brockmann-Bauser
Dieser Artikel diskutiert den aktuellen Forschungsstand zur Stimmfeldmessung als Untersuchungsinstrument in der Diagnostik und Therapieevaluation von funktionellen Stimmstörungen. Das Stimmfeld, ein Leistungsprofil der Sing- und Sprechstimme, wird nach europäischen Richtlinien routinemäßig bei Patienten erhoben. Sowohl die Aussagekraft der Messergebnisse als auch messtechnische Probleme dieser Methode werden dargestellt und kritisch evaluiert. Aufgrund von Normwerten, die an kleinen Gruppen erstellt wurden, großen Leistungsunterschieden zwischen Stimmgesunden sowie messtechnisch bedingten Fehlerquellen ist das Stimmfeld zur alleinigen Erfassung einer funktionellen Stimmstörung nur begrenzt aussagekräftig. Daher sollte eine funktionelle Stimmstörung generell mit mehreren unterschiedlichen Untersuchungsverfahren diagnostiziert und dokumentiert werden. Neben visuellen Untersuchungsmethoden kommt der strukturierten und normierten Patientenbefragung z.B. mittels Voice Handicap Index (VHI) eine besondere Bedeutung zu.
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