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Der Deutscherwerb von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund - Eine Verlaufsstudie mit Inplikationen für die Diagnostik von Spracherwerbsstörungen bei Vorschulkindern mit Migrationshintergrund - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 16-21
Der Deutscherwerb von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund - Eine Verlaufsstudie mit Inplikationen für die Diagnostik von Spracherwerbsstörungen bei Vorschulkindern mit Migrationshintergrund - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 16-21
Judith Häusermann
In der vorgestellten Untersuchung zum Deutscherwerb von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund wird von einer entwicklungspsychologischen Sichtweise des Spracherwerbs ausgegangen. Diese stellt den Spracherwerb in einen engen Zusammenhang mit anderen Entwicklungsbereichen. Die Ergebnisse der Untersuchung weisen darauf hin, dass nicht-sprachliche Entwicklungsschritte insbesondere im Bereich der Individuationsentwicklung sowie der Deutscherwerb der Mutter wichtige Bedingungen für einen gelingenden (Deutsch-)Spracherwerb darstellen. Als Implikation für die sprachentwicklungspsychologische Diagnostik wird deshalb diskutiert, inwiefern die Erfassung von nicht-sprachlichen Bereichen eine Alternative zur Entwicklung von mehrsprachigen diagnostischen In­strumenten bei Spracherwerbsstörungen von Kindern mit geringen Deutschkenntnissen bieten könnte.
Die Miteinbeziehung von Eltern in die logopädische Therapie - Warum es häufig für alle Beteiligten sinnvoll ist, wenn Eltern als aktive Mitarbeiter in jede Therapiesitzung integriert werden - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 22-25
Die Miteinbeziehung von Eltern in die logopädische Therapie - Warum es häufig für alle Beteiligten sinnvoll ist, wenn Eltern als aktive Mitarbeiter in jede Therapiesitzung integriert werden - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 22-25
Susanne Mayer
Eltern werden häufig vor allem in der Form in die logopädische Therapie ihrer Kinder einbezogen, dass sie am Ende einer Therapiesitzung oder in separaten Elterngesprächen angeleitet werden, wie sie zuhause üben sollen. Die Autorin schlägt vor, stattdessen die Eltern möglichst während der gesamten Behandlungszeit aktiv in die Übungen zu integrieren. Anhand einer Modellsitzung für ein Kind mit phonologischer Störung wird ein solches Vorgehen beispielhaft dargestellt und erläutert, welche Vorteile diese Form der gemeinsamen Arbeit bietet. In einem Fragebogen erhielten Eltern, deren Kinder nach diesem Therapieansatz behandelt wurden, die Gelegenheit, sich zu ihren Erfahrungen zu äußern. Die Reaktionen waren überwiegend positiv.
Exekutivfunktionen in der Aphasietherapie - Auswirkungen der Exekutivfunktionen und der Umstellungsfähigkeit auf den Alltag von Patienten mit einer Aphasie - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 6-9
Exekutivfunktionen in der Aphasietherapie - Auswirkungen der Exekutivfunktionen und der Umstellungsfähigkeit auf den Alltag von Patienten mit einer Aphasie - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 6-9
Lena Spitzer, Ulla Beushausen, Holger Grötzbach
Nach dem Willen des Gesetzgebers hat Rehabilitation die Aufgabe, die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern. Für Patienten mit einer Aphasie bedeutet dies auch, dass sie sich wieder unterhalten, telefonieren oder das Internet nutzen können. Dazu werden in der Aphasietherapie vor allem sprachsystematische Fähigkeiten mit dem Ziel trainiert, Aphasiesymptome (z.B. phonematische Paraphasien) zu reduzieren. Einige Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass eine bloße Reduktion der Aphasiesymptome nicht ausreicht, um eine Teilnahme an Gesprächen sicherzustellen. Vielmehr sind auch die Exekutivfunktionen zu berücksichtigen, die es ermöglichen, Redebeiträge flexibel an die Themen eines Gesprächs anzupassen. Ohne flexible Anpassung misslingt eine Unterhaltung selbst dann, wenn das sprachsystematische Wissen komplett wiederhergestellt ist.
Lernen
Lernen "von innen heraus" - Der didaktische Prozess logopädischer Therapieplanung unter der Leiterkenntnistheorie des radikalen Konstruktivismus - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 26-33
Vera Wanetschka
Logopädische Therapieplanung wurde in der Vergangenheit vom behavioristischen Aufbau der Ziel- und Feinzielformulierungen geprägt, auf die im Therapieprozess hingearbeitet wurde. Dem liegt ein Bild vom Lernen des Menschen zugrunde, das von der Beeinflussung von außen bestimmt ist. Dieser Beitrag setzt sich mit dem konstruktivistisch/humanistischen Ansatz der Therapieplanung, -umsetzung und -evaluation im Ausbildungsprozess auseinander. Er gilt damit einem Lernprozess, in dem die Lernende von „innen heraus“ lernt. Dies wird von der Begleiterin lediglich gestützt und nicht herbeigeführt.
Möglichkeiten der Angehörigenarbeit bei Aphasie - Ein Überblick - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 10-15
Möglichkeiten der Angehörigenarbeit bei Aphasie - Ein Überblick - Forum Logopädie Heft 3 (23) Mai 2009 10-15
Sandra Schütz
Die Angehörigenarbeit stellt einen wichtigen Pfeiler für eine erfolgreiche Aphasietherapie dar. Viele Faktoren weisen auf die große Bedeutung hin, die Partner und andere wichtige Bezugspersonen des aphasischen Menschen in den rehabilitativen Prozess einzubeziehen. Anliegen des Beitrags ist ein systematischer Überblick, wo sich Ansatzpunkte einer Kooperation mit Angehörigen im sprachtherapeutischen Alltag ergeben könnten. Verschiedene Methoden und Settings werden vorgestellt und mit Fallbeispielen veranschaulicht. Nachdem die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit mit Angehörigen diskutiert wurden, richtet man im Ausblick den Appell an Sprachtherapeuten in Klinik und Praxis, Lehre und Wissenschaft, die Angehörigenarbeit verstärkt zu berücksichtigen.
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