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Early Literacy in deutschen Kindertageseinrichtungen - Eine Analyse der Häufigkeit von Literacy-Aktivitäten im Kita-Alltag - Forschung Sprache 2/2017
Early Literacy in deutschen Kindertageseinrichtungen - Eine Analyse der Häufigkeit von Literacy-Aktivitäten im Kita-Alltag - Forschung Sprache 2/2017
Claudia Wirts, Franziska Egert, Karin Reber
Frühe Literacy-Erfahrungen in Familie und Kindertageseinrichtungen stehen in positivem Zusammenhang mit der Sprachentwicklung und den Leseleistungen im Schulalter (Lehrl, Ebert & Roßbach, 2013; Kuger, Roßbach & Weinert, 2013). Bislang ist allerdings nicht erforscht, wie oft diese Aktivitäten im Alltag von Kindertageseinrichtungen in Deutschland überhaupt auftreten. Deshalb wird im Rahmen der BiSS-E-Studien explorativ die Häufigkeit alltagsintegrierte Literacy-Aktivitäten in Kindertageseinrichtungen untersucht. Ziel des Beitrags ist die deskriptive Darstellung von Literacy-Aktivitäten im Alltag von Kindertageseinrichtung. Weiter wird analysiert, ob die Anzahl der Literacy-Aktivitäten von tagesaktuellen Rahmenbedingungen abhängt. Fokussiert werden dabei Bilderbuchbetrachtungen, Aktivitäten zur phonologischen Bewusstheit und Aktivitäten zum Umgang mit Schrift.
Einführung in die Thematik Frühförderung mit dem Schwerpunkt auditiv-verbale Therapie unter der Betrachtung der Wirksamkeit auditiv-verbaler Therapie bei Kindern mit Hörschädigungen - Forschung Sprache 2/2017
Einführung in die Thematik Frühförderung mit dem Schwerpunkt auditiv-verbale Therapie unter der Betrachtung der Wirksamkeit auditiv-verbaler Therapie bei Kindern mit Hörschädigungen - Forschung Sprache 2/2017
Bianka Wachtlin
Kindliche Hörschädigungen treten bei einem bis zu zehn von 1000 Kindern auf und sind mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens verbunden. Bereits nach Diagnosestellung der jeweiligen Erscheinungsform kann bereits ab dem Alter von drei Monaten eine Versorgung durch Hörgeräte stattfinden. Liegt der Hörverlust bei 80dB und mehr, ist eine Cochlea Implantation nicht ausgeschlossen. Im Anschluss an die Versorgung erfolgt in der Regel eine auditiv-verbale Therapie, nach Anpassung des Sprachprozessors stationär, im Anschluss dann ambulant durch die Frühförderung. Woher wissen wir aber, dass diese Art der Therapie wirkt? Die bislang vorhandenen Studien sind dem Evidenzlevel der Stufe II und III zugeordnet (Rhoades, 2006, Dornan et al., 2010). Es handelt sich dabei entweder um quasiexperimentelle Studien oder nicht experimentelle Vergleichsstudien. Bislang gibt es keine randomisierten Studien auf diesem Gebiet. Im Überblicksartikel folgt ein kurzer prägnanter Diskurs in die Historie der Lautspracherziehung, bevor überleitend auf die jetzige Lage der Frühförderung im Rahmen einer auditiv-verbalen Therapie eingegangen wird. Im Anschluss daran erfolgt die Vorstellung der auditiv-verbalen Therapie, die einen Einblick in die Prinzipien, Techniken und Hilfestrategien geben soll. Nachfolgend wird die Evidenzlage der auditiv-verbalen Therapie von Kindern mit Hörschädigungen kritisch beleuchtet.
Gesellschaftliche Teilhabe nach einer stationären Sprachheilbehandlung - Auswertung einer Elternbefragung des Sprachheilzentrums Bad Salzdetfurth - Forschung Sprache 2/2017
Gesellschaftliche Teilhabe nach einer stationären Sprachheilbehandlung - Auswertung einer Elternbefragung des Sprachheilzentrums Bad Salzdetfurth - Forschung Sprache 2/2017
Lena Pätzold, Ann-Katrin Bockmann, Anna Machmer
Ein Ziel der stationären Sprachheilbehandlung im Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth ist die Ermöglichung von Teilhabe, also der Entfaltung in allen Lebensbereichen, von Kindern mit schwerwiegenden Sprach-, Sprech-, Rede-, Stimm- und Schluckstörungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Vereinbarkeit von Sondereinrichtungen mit dem Paradigma der Inklusion wurde vom Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurth die NESS-Befragung entwickelt, um die Ermöglichung von Teilhabe durch die Behandlung im Sprachheilzentrum zu prüfen und so einen empirischen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten. Im Rahmen der vorgestellten Masterarbeit wurden Hypothesen generiert und die erhobenen Daten ausgewertet. Es wurde angenommen, dass sich die formal-sprachlichen, kreativ-kognitiven und sozial-emotionalen Fähigkeiten der im Sprachheilzentrum behandelten Kinder vom Zeitpunkt der Aufnahme (t1) bis zur Entlassung (t2) signifikant verbessern und dass dieser Behandlungserfolg die Ausprägung von Teilhabe zum Zeitpunkt der NESS-Befragung (t3) vorhersagt. Außerdem erfolgte eine deskriptive Auswertung von Fragen zum Zeitraum nach der Behandlung.
Grammatischer Sprachinput in Kinderliteratur - eine Analyse von Genus-Kasus-Hinweisen in input- und nicht inputoptimierten Bilderbüchern - Forschung Sprache 2/2017
Grammatischer Sprachinput in Kinderliteratur - eine Analyse von Genus-Kasus-Hinweisen in input- und nicht inputoptimierten Bilderbüchern - Forschung Sprache 2/2017
Friederike von Lehmden, Lisa Porps, Claudia Müller-Brauers
Bilderbücher haben sich als wirksames Mittel in der Sprachförderung bewährt (z. B. Gressnich et al. 2014). Oft wird jedoch übersehen, dass die Texte an sich sprachliches Material präsentieren, das einen spezifischen Einfluss auf den Spracherwerb nehmen kann (Fletcher & Reese 2005; Müller & Stark 2015). So ist anzunehmen, dass der sprachliche Input Möglichkeiten bieten kann, grammatische Regularitäten des Deutschen gezielt zu erwerben, wenn dieser z. B. mit einer hohen Frequenz, Gruppierungen, Variationen und Kontrasten von Strukturen spracherwerbsförderlich (z. B. Bebout & Belke 2017; Taraban 2004; Tomasello 2003; Siegmüller & Kauschke 2006) oder mit einer bestimmten Text-Bild-Interaktion ausgestattet ist. Solch ein spezifischer Input kann, so ist zu vermuten, auch beim Vorlesen die Möglichkeit bieten, grammatische Strukturen zu erwerben. Um diese Annahme zu überprüfen, wurden in dem an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelten Projekt „Litkey“ („Literacy as a key to social participation“) drei Bilderbücher (von Lehmden et al. 2017) zum Zweck einer systematischen Darbietung des deutschen Genus-Kasus-Systems (GKS) gestaltet, die im Rahmen einer Interventionsstudie im Kindergarten auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert werden. In dem Beitrag wollen wir die linguistische Besonderheit dieser Bücher auf der Basis einer deskriptiven Analyse herausstellen und zeigen, wie sich diese bei der Darbietung des GKSs von anderen im Buchhandel erhältlichen Bilderbüchern unterscheiden. Aus unseren Analysen lassen sich Schlüsse für die Auswahl von herkömmlichen und inputoptimierten Bilderbüchern in der Sprachförderung ziehen.
Implizite und/oder explizite Methoden in der Sprachförderung und Sprachtherapie - was ist effektiv? - Forschung Sprache 2/2017
Implizite und/oder explizite Methoden in der Sprachförderung und Sprachtherapie - was ist effektiv? - Forschung Sprache 2/2017
Christina Kauschke, Janina Rath
Derzeit wird diskutiert, ob eine Verbesserung grammatischer Fähigkeiten eher durch implizite (z. B. Inputspezifizierung) oder durch explizite (d. h. metasprachliche) Methoden erreicht werden kann oder ob eine Methodenkombination wirksamer ist. Mit zwei Studien wird der Frage nachgegangen, durch welche Methoden(-kombination) sprachliche Lernfortschritte bei Kindern mit Förderbedarf im Bereich der Morphologie erzielt werden können. Insbesondere wird untersucht, ob sich Fortschritte aufgrund von alleiniger Inputanreicherung beobachten lassen und ob sich durch zusätzliche metasprachliche Instruktion ein weiterer Lernzuwachs erreichen lässt.
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