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Aphasiediagnostik in der deutschsprachigen Schweiz - Forschung Sprache 2/2015
Aphasiediagnostik in der deutschsprachigen Schweiz - Forschung Sprache 2/2015
Sandra Widmer Beierlein, Constanze Vorwerg
Bisher haben Nicht-Standard-Sprachvarietäten in der Aphasiediagnostik wenig Beachtung gefunden. Die deutschsprachige Schweiz weist mit der Verwendung von Dialekt und (Schweizer-)Hochdeutsch in unterschiedlichen Kontexten Merkmale einer Diglossie auf. Im Gegensatz zu anderen Dialektgebieten, genießt der Dialekt in der Schweiz hohes Prestige. Für die Aphasiediagnostik stehen LogopädInnen ausschließlich normierte und standardisierte Verfahren aus Deutschland zur Verfügung, die die Diglossie nicht berücksichtigen. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Sprachen im Umgang mit PatientInnen hauptsächlich verwendet werden und welche Testverfahren oder Screenings zum Einsatz kommen. In der Schweiz existieren hierzu bisher keine Daten.
Diagnostische Aspekte des Genuserwerbs ein- und mehrsprachiger Kinder - Forschung Sprache 2/2015
Diagnostische Aspekte des Genuserwerbs ein- und mehrsprachiger Kinder - Forschung Sprache 2/2015
Tobias Ruberg
Der Erwerb des Genussystems im Deutschen ist für viele mehrsprachige Kinder eine Herausforderung, die sich bis ins fortgeschrittene Grundschulalter hinziehen kann. Eine zentrale Frage im Hinblick auf Diagnostik und Förderung ist, worin genau die Schwierigkeiten dieser Kinder bestehen. Die vorliegende Studie soll klären, ob die Schwierigkeiten mehrsprachiger Kinder auf lexikalischer Ebene in der Genuszuweisung oder auf syntaktischer Ebene in der Genuskongruenz liegen.
Die Rolle sprachtherapeutischer Berufe in der Intervention kommunikativ-pragmatischer Fähigkeiten bei Erwachsenen mit ASS (Autismus-Spektrum-Störung): Ein Aufruf zur Interdisziplinarität - Forschung Sprache 2/2015
Die Rolle sprachtherapeutischer Berufe in der Intervention kommunikativ-pragmatischer Fähigkeiten bei Erwachsenen mit ASS (Autismus-Spektrum-Störung): Ein Aufruf zur Interdisziplinarität - Forschung Sprache 2/2015
Antje Orgassa, Marita Brenneise, Carolin Schwenzfeier, Eva Wasser, Johanna Witthacke, Jan-Pieter Teunisse
Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ohne intellektuelle Beeinträchtigung (d. h. eine normale Sprachentwicklung und ein Intelligenzquotient von ≥85 liegen vor), weisen häufig Einschränkungen in der sozialen Interaktion und Kommunikation auf (American Psychiatric Association, 2013). Laut dem deutschen Bundesverband für Logopädie (dbl, 2013a) behandeln auch Logopäden und andere sprachtherapeutische Berufsgruppen diese Einschränkungen. Allerdings wird die Rolle der sprachtherapeutischen Berufsgruppen bei der Intervention von kommunikativ-pragmatischen Einschränkungen bei Erwachsenen mit ASS nur unzulänglich in der Literatur beschrieben. Um diese Wissenslücke zu schließen, befasst sich die hier vorgestellte Studie mit der Frage, welche therapeutischen Berufsgruppen in Deutschland Intervention in Bezug auf kommunikativ-pragmatische Probleme bei ASS ohne intellektuelle Beeinträchtigungen durchführen und welchen Stellenwert die sprachtherapeutischen Berufe darin einnehmen.
Fallarbeit und Videoanalysen im Logopädiestudium - Forschung Sprache 2/2015
Fallarbeit und Videoanalysen im Logopädiestudium - Forschung Sprache 2/2015
Ute Schräpler
In der vorliegenden Arbeit wurde der Verlauf von zwei Lehrveranstaltungen im ersten und zweiten Semester von Logopädiestudierenden untersucht. Im Fokus steht die Arbeit mit Videos von Studierenden aus ihren Praktika. Während im ersten Semester unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen aus Sicht der Studierenden und der Dozentin an die Lehrveranstaltungen vorhanden waren, konnten sich im zweiten Semester alle Beteiligten auf eine Vorgehensweise festlegen, die den Ansprüchen der Lehrveranstaltung Rechnung trug. Es stellte sich deutlich heraus, dass sich Reflexionsprozesse und -Kompetenzen erst über einen längeren Zeitraum entwickeln können. Aus diesem Grund ist es für den Studiengang Logopädie sinnvoll und notwendig, Lehrveranstaltungen mit engem Bezug zum Berufsfeld nicht punktuell, sondern über das gesamte Studium durchzuführen.
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