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Dysarthrie bei infantiler Cerebralparese (ICP) - In welchem Zusammenhang stehen Sprechstörung, Körperbehinderung und berufliche Teilhabe? - Forschung Sprache 2/2014
Dysarthrie bei infantiler Cerebralparese (ICP) - In welchem Zusammenhang stehen Sprechstörung, Körperbehinderung und berufliche Teilhabe? - Forschung Sprache 2/2014
Theresa Schölderle, Anja Staiger, Renée Lampe, Katrin Strecker, Wolfram Ziegler
Die infantile Cerebralparese (ICP) ist die häufigste neurologische Ursache für eine Körperbehinderung im Kindesalter. Neben der motorischen Beeinträchtigung, die Grundlage der Klassifikation unterschiedlicher Subtypen ist (z. B. spastische, dyskinetische ICP), umfasst das klinische Bild meist Störungen der Sensorik, Wahrnehmung und Kognition. Auch Beeinträchtigungen der Kommunikation, die vorwiegend durch Symptome einer Dysarthrie geprägt sind, treten bei den meisten Patienten auf. Die Sprechstörung, die häufig zu erheblichen Aktivitäts- und Teilhaberestriktionen führt, muss im Rahmen der komplexen Mehrfachbehinderung bei ICP und ihrer psychosozialen Folgen betrachtet werden.
Ein Faktorenmodell zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts mit sprachbeeinträchtigten Kindern - Forschung Sprache 2/2014
Ein Faktorenmodell zu Qualitätsmerkmalen des Unterrichts mit sprachbeeinträchtigten Kindern - Forschung Sprache 2/2014
Anja Theisel
Die vorliegende Untersuchung geht davon aus, dass für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern neben Qualitätsmerkmalen allgemein ‚guten‘ Unterrichts spezifische Merkmale eine bedeutsame Rolle spielen. Damit würde sich das Konstrukt eines sprachheilpädagogischen Unterricht von dem eines allgemein ‚guten‘ Unterrichts unterscheiden. Es wurde der Versuch unternommen, ein Untersuchungsinstrument zu entwickeln, das das Konstrukt eines entwicklungswirksamen Unterrichts für sprachbeeinträchtigte Kinder reliabel und valide erfasst. Dazu wurden über 300 Lehrkräfte befragt, die unterrichtlich mit sprachbeeinträchtigten Kindern arbeiten. Sie konnten aus der Literatur gewonnene und nach einer Expertenbefragung gewichtete Merkmale mit Hilfe des Lehrerfragebogens für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern (LeFraU-S) in der Häufigkeit ihres Einsatzes in der alltäglichen Praxis einschätzen. Die Ergebnisse wurden einer Faktorenanalyse unterzogen. Dabei konnte die Vielzahl an möglichen bedeutsamen Merkmalen des Unterrichts auf neun Grunddimensionen reduziert werden. Diese neun Faktoren enthalten aus Sicht von Theorie und Praxis bedeutsame Dimensionen für den Unterricht mit sprachbeeinträchtigten Kindern. Damit ist ein Versuch unternommen, das Spezifische dieses Unterrichts empirisch zu erfassen und für die betroffenen Kinder an unterschiedlichen Lernorten nutzbar zu machen.
Verbale und nonverbale Indikatoren zur Identifizierung von umschriebenen Sprachentwicklungsstörungen bei sukzessiv bilingualen Kindergartenkindern - Forschung Sprache 2/2014
Verbale und nonverbale Indikatoren zur Identifizierung von umschriebenen Sprachentwicklungsstörungen bei sukzessiv bilingualen Kindergartenkindern - Forschung Sprache 2/2014
Katrin Lindner, Julia Held, Julia Lomako, Natalia Gagarina
Eine umschriebene Sprachentwicklungsstörung (USES, synonym mit Spezifischer Sprachentwicklungsstörung findet sich bei 7 % der monolingualen und bilingualen Kindergartenkinder (Tomblin et al. 1997). Bilinguale Kinder werden jedoch häufig fehldiagnostiziert. Entweder werden typisch entwickelte bilinguale Kinder aufgrund ihrer niedrigen Leistungen in normierten Tests als sprachauffällig eingestuft oder aber mehrsprachige Kinder mit einer USES werden nicht identifiziert, da die niedrigen Testleistungen mit dem Erwerb zweier Sprachen begründet werden (Grimm & Schulz 2013, Paradis 2005). Daher ist es wichtig, sensitive klinische Marker zur Identifizierung von Kindern mit USES zu finden. Bei monolingualen Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung wurden u. a. Defizite im phonologischen Kurzzeitgedächtnis (z. B. bei der Wiederholung von Pseudowörtern, vgl. Graf-Estes et al. 2007), im phonologischen Arbeitsgedächtnis (etwa im Satzwiederholungstest, vgl. Conti-Ramsden et al. 2001) und im nonverbalen Kurzzeitgedächtnis (etwa im musikalischen Gedächtnis, Sallat 2008) festgestellt. Bei simultan bilingualen Kindern scheinen sowohl die Wiederholung von Pseudowörtern als auch von Sätzen zuverlässige Verfahren zur Identifizierung von Kindern mit USES zu sein ( Armon-Lotem 2012; Thordardottir & Brandeker 2013).
Zusammenhänge zwischen semantisch-lexikalischen Fähigkeiten und mathematischen Kompetenzen - Forschung Sprache 2/2014
Zusammenhänge zwischen semantisch-lexikalischen Fähigkeiten und mathematischen Kompetenzen - Forschung Sprache 2/2014
Claudia Heinzl, Sabine Seibt
Langzeitstudien aus dem angloamerikanischen Raum deuten darauf hin, dass Kinder mit Spracherwerbsstörungen häufig auch im mathematischen Bereich benachteiligt sind. Jedoch fehlt es aktuell an Forschungsergebnissen, die den Zusammenhang zwischen Sprache und Mathematik für den deutschsprachigen Raum spezifizieren. Im Rahmen eines Forschungsprojekts, durchgeführt mit Studierenden der Sprachheilpädagogik an der LMU München wurde deshalb die Frage untersucht, inwiefern sich ein Zusammenhang zwischen semantisch-lexikalischen Fähigkeiten und mathematischen Kompetenzen nachweisen lässt.
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